• faBrickation lässt 3D-Druck mit Lego-Steinen schneller einen Prototypen erstellen

    Die Geschwindigkeit von 3D-Druckern ist in der Praxis sehr viel langsamer als man sich das vielleicht vorstellen kann. Doch werden 3D-Drucker sehr oft in Bereichen eingesetzt, wo Prototypen entworfen werden. Damit nicht immer wieder ein neuer Prototyp komplett "gedruckt" werden muss, hat sich ein Projekt des Hasso-Plattner-Instituts auf einen punktuellen 3D-Druck speizialisiert, nämlich da, wo Details verändert werden müssen - restliche Bestandteile eines Prototyps werden aus Lego-Steinen hergestellt





    Unter dem Schlagwort "Rapid Prototyping" in Verbindung mit einem 3D-Drucker kann schnell der Trugschluss entstehen, dass solch ein Drucker ein Objekt innerhalb weniger Sekunden materialisieren kann, doch die Wahrheit sieht ganz anders aus. Mitunter kann die Erstellung eines Objektes mehrere Stunden dauern, und da ist die Auflösung des Drucks auch noch bescheiden. Für feiner aufgelöste Objekte, wo es wirklich auf den Millimeter ankommt, kann vielleicht schon ein ganzer Tag benötigt werden.


    Da sich viele Teile eines Prototypen kaum beziehungsweise sehr selten verändert werden müssen, ist ein fünfköpfiges Team aus Forscherinnen und Forschern um die Doktorandin Stefanie Mueller sowie den Professor Patrick Baudisch auf die Idee gekommen, einen der universell einsetzbarsten und einfach zu handelnden Bauteile überhaupt zu nutzen: den Legostein. Mittels ihrer Software faBrickation wird eine 3D-Datei als Vorlage genommen und ersteinmal in ein Modell, was komplett aus Legosteinen gebaut werden kann umgewandelt. Im Anschluss werden mit der Maus die Bereiche markiert, die einen Prototypen darstellen sollen. Im Video ist sehr schön zu sehen, was gemeint ist: Im Beispiel der VR-Brille wird unter anderem der Linsenhalter millimetergenau markiert, um diesen aus einem weicheren Material herstellen zu können, welches aber exakt in die Lego-Brillenhalterung hinein passt. Die Software richtet sich dabei genau an die ursprüngliche 3D-Vorlage.





    Somit lässt sich bei Erstellen von Prototypen für die Produktentwicklung viel Zeit einsparen, da wirklich nur die essentiell wichtigen, zu entwickelnden Teile vom 3D-Drucker erzeugt werden müssen, da der Rest schnell und einfach aus Legosteinen gefertigt werden kann.


    Die fünfköpfige Gruppe vom Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam wird ihre Arbeit, sprich in erster Linie die Software "faBrickation" Ende April in Toronto bei der ACM-Konferenz zu Mensch-Maschine-Interaktion (CHI 2014) vorstellen.

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