• Microsoft warnt vor Sicherheitslücke im Internet Explorer - Windows XP bekommt kein Update

    Im Browser Internet Explorer ist ein Sicherheitsloch entdeckt worden, zu dem Microsoft eine Warnung und entsprechende Handlungsanweisungen veröffentlicht hat. Die Lücke wird wahrscheinlich mit dem nächsten Update Anfang Mai geschlossen werden, wobei die Nutzer von Windows XP jedoch nicht mehr versorgt werden. Grund zur Panik gibt es dennoch nicht, denn mit wenigen Klicks lässt sich der Internet Explorer trotzdem sicher betreiben


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    Im Security Advisory mit der Nummer 2963983 hat Microsoft am Wochenende bekannt gegeben, dass es in allen Versionen des Internet Explorer (IE) von IE 6 bis IE 11 eine Sicherheitslücke gibt, die Angriffe über manipulierte Webseiten zulässt. Wie es weiter heißt, wurde die Schwachstelle bereits für Attacken ausgenutzt. Microsoft betont aber ausdrücklich, dass die Anzahl bislang eher gering sei. Gleichzeitig wurden diverse Tipps veröffentlicht, wie man die Sicherheit des eigenen Systems überprüfen und sich bei Bedarf sich vor den Bedrohungen schützen kann.


    In den Versionen IE 10 und IE 11 ist ein Schutz vor Angriffen dieser Art bereits ab Werk voreingestellt. Sofern der geschützte Modus nach der Installation nicht deaktiviert wurde, sind Angriffe über die aktuell vorhandene Sicherheitslücke nicht möglich. Die Einstellungen des Browser aber zur eigenen Sicherheit überprüft werden, die entsprechende Einstellung ist in der Registerkarte Sicherheit zu finden (siehe Bild).


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    Nicht ganz so einfach ist es für die Nutzer älterer Versionen des Browsers, die unter dem nicht mehr mit Updates versorgten Windows XP installiert sind. Nutzer des älteren Betriebssystems sollten die Sicherheitsstufe auf der Registerkarte auf Hoch setzen, um ActiveX Controls und Active Scripting zu deaktivieren, über die die Angriffe offenbar durchgeführt werden. Falls im Anschluss einzelne Webseiten nicht mehr korrekt dargestellt werden, können diese manuell als "vertrauenswürdige Seiten" eingestuft werden, wodurch die niedrigeren Sicherheitseinstellungen wirksam werden. Dauerhaft hilft natürlich nur der ohnehin empfohlene Umstieg auf ein aktuelleres und damit auch sichereres Betriebssystem wie Windows 7 oder Windows 8, für das es auch weiterhin regelmäßig Aktualisierungen gibt.


    Für erfahrenere Anwender ist die Deaktivierung der Datei VGX.DLL über die Systemsteuerung eine Alternative. Hierzu muss unter Ausführen die Befehlszeile "%SystemRoot%\System32\regsvr32.exe" -u "%CommonProgramFiles%\Microsoft Shared\VGX\vgx.dll" eingegeben und anschließend mit OK bestätigt werden. Im darauf erscheinenden Dialogfenster muss die Deaktivierung noch bestätigt werden. Durch diese Änderung wird die Verwendung von VML (Vector Markup Language) unterbunden, zugleich wird jedoch auch ein Angriff über die aktuelle Lücke verhindert. Diese Maßnahme ist bis einschließlich IE 9 möglich, bei nachfolgenden Versionen wird VML ohnehin nicht mehr unterstützt. Durch ein wiederholtes eingeben und bestätigen der oben aufgeführten Befehlszeile kann VML jederzeit wieder ermöglicht werden, was aber erst dann gemacht werden sollte, wenn am Patchday im Mai die benötigten Updates verteilt werden. Diese wird es, wie eingangs erwähnt, für Windows XP allerdings nicht mehr geben.

    Bildquelle: drwindows
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