• Digiprotect meldet Insolvenz an: Geschäft mit Massenabmahnungen scheinbar doch nicht gewinnbringend

    Das Amtsgericht Frankfurt hatte bereits Mitte Februar die vorläufige Verwaltung des Vermögens von Digiprotect angeordnet und das Insolvenzverfahren eingeleitet



    Digiprotect dürfte dem gemeinen Internet-Nutzern ein sehr negativ behafteter Begriff sein, machte das Unternhemen doch in den letzten Jahren durch ihre meist sehr fragwürdige Abmahn-Politik in Zusammenhang mit Nutzern von Tauschbörsen, von sich reden. Als erstes ihrer Art verschickte die in Frankfurt ansässige Firma massenhaft Schreiben an Tauschbörsennutzer, um von diesen im Auftrag der geschädigten Kunden Ansprüche von Urheberrechtsverletzungen geltend zu machen. Meist ging dies mit einer völlig überzogenen Forderung von Anwalts sowie Verwaltungskosten einher, welche in keinem Verhältnis zum eigentlichen Streitwert standen. In immer mehr Fällen kam es sogar soweit, das normale Nutzer, welche keine geschützten Inhalte konsumierten oder gar nichts mit Tauschbörsen zu tun hatten, grundlos eine solche Abmahnung erhielten und sich dann mühsam mit quälenden Gerichtsverfahren ihr Recht erstreiten mussten.







    Das vom Musikproduzenten Moses Pelham mit gegründete Unternehmen ermittelte durch die Nutzung des zivilrechtlichen Auskunftsanspruchs nicht nur IP-Adressen von angeblich gegen das Urheberrecht verstoßenden Tauschbörsennutzern, sondern trat auch als Inhaber von Nutzungsrechten für einzelne Musikstücke in Tauschbörsen auf. Digiprotect, die mit verschiedenen Rechtsanwaltskanzleien, darunter auch der Frankfurter Rechtsanwalt Udo Kornmeier, mit dem es in den Jahren 2008 bis 2010 einige Ungereimtheiten bei der Kooperation gab, zusammen arbeiteten, wechselte erst kürzlich noch die Firmenbezeichnung in FDUDM2 GmbH. Aus welchem Grund dies umgesetzt wurde oder welche genauen Hintergründe die Insolvenz nötig machten, ist bisher noch unklar.



    Ein Dank an dieser Stelle geht an den User MagicEye für den Hinweis!




    Quelle: heise

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