• HGST kündigt heliumgefüllte Festplatten "Helioseal" mit 8 und sogar 10 Terabyte Kapazität an

    Die Western-Digital-Schwester HGST hat jetzt die Nachfolger der Helioseal-Laufwerke der Serie He6 angekündigt. Neben der neuen He8 mit acht oder sechs Terabyte Speicherkapazität ist sogar ein Modell mit 10 Terabyte auf Basis der Helium-Technik sowie dem Shingled Magnetic Recording (SMR) angekündigt



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    Das derzeitige Problem aller Festplattenhersteller wie Seagate, Western Digital und auch HGST bei den herkömmlichen Festplatten liegt in der physischen Beschränkung, mehr Speicherkapazität durch mehr Platter auf gleichbleibenden Raum einer 3,5 Zoll-Festplatte unterzubringen. Neben der Shingled Magnetic Recording-Technik (SMR), an der bereits HGST als auch Seagate arbeiten, stellt das Edelgas Helium eine Methode dar, die Platter (Magnetscheiben) enger aneinander zu platzieren um so die Kapazität auf gleichbleibenden Raum zu steigern.





    So soll auch die gesamte Technik der 10TB SMR Helioseal HDD in einem klassischen 3,5-Zoll-Gehäuse untergebracht werden, welches aber mit Helium anstatt gewöhnlicher Luft befüllt ist. HGST konnte diese Technik bereits bei seinem 6TB-Modell Ultrastar He6 erfolgreich einsetzen, wo die geringere Dichte des Edelgases Strömungseffekte minimieren konnte und somit mehr Magnetscheiben (Platter) bei gleichbleibender Bauhöhe untergebracht werden konnten. Zusätzlich konnten auch die Leistungsaufnahme sowie die aufgrund der geringeren Reibung entstehende Wärmeentwicklung gezielt minimiert werden. Die Ultrastar He6 mit 6 Terabyte beherbergt sieben Platter, wohingegen Konkurrenzmodelle mit 3 bis 6 Plattern auskommen müssen.


    Allerdings lässt sich nur mit Helium die Anzahl der Platter nicht unendlich erhöhen, weshalb HGST und auch Seagate immer noch an der SMR-Technik forschen. Dabei sollen sich die Spuren (Tracks) überlappen, was usätzlich zu einer höheren Datendichte führt. Doch birgt diese Technik auch Nachteile in Form hoher Latenzen, wenn die Spuren neu geschrieben werden müssen. Aus diesem Grund sieht der Hersteller das 10-TB-Modell vor allem für Cloud-Datengräber und Cold-Storage-Lösungen vor, wo Daten in seltenen Fällen wieder überschrieben werden müssen.


    HGST nennt für die He8 mit 8 Terabyte eine Leistungsaufnahme von 5,1 Watt im Leerlauf und 7,4 Watt bei Zugriffen (SAS 12G: 5,7 / 9,1Watt), was weitaus weniger als bei anderen Festplatten mit 7.200 U/min und 6 TB Kapazität ist und auf die Heliumfüllung zurückzuführen ist.


    Die He8 ist mit einem 128 Megabyte großen, sogenannten Media Cache ausgestattet, der Schreibzugriffe auf zufällig verteilte Adressen deutlich beschleunigen soll, indem er diese zunächst in einem gesonderten Bereich puffert und in späteren Phasen geringer Nutzung in die endgültigen Sektoren verschiebt. Die Technik wurde ursprünglich entwickelt, um einige Nachteile der SMR-Technik kompensieren zu können.




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    Wann und zu welchem Preis die neuen He8-Modelle mit acht sowie zehnt Terabyte Kapazität auf den Markt kommen werden, wurde von HGST bisher noch nicht kommuniziert. Wie für die He6 und andere Enterprise-Platten will HGST auch für die He8 fünf Jahre Garantie gewähren.

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