• 360°-Kameras – eine Kugel sieht alles

    Die neueste Errungenschaft der Kameratechnik ist kugelförmig, faustgroß, vereint zahlreiche Kameras, ist nur wenige Hundert Gramm schwer und kann außerdem durch den Raum geworfen werden. 360°-Wurfkameras sind der neueste Trend in der Filmtechnik. Immer mehr Hersteller stellen eigene Modelle vor, wie beispielswiese Nokias "Ozo" ,Googles "360° Fly" sowie die "Sphericam 2"



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    Nokias Ozo-Kamera wurde erstmals im vergangenen Monat von Nokia angekündigt und befindet sich momentan in den letzten Schritten der Entwicklung. Während herkömmliche Kameras nur einen Blickwinkel aufzeichnen können, soll dieses Gerät die gesamte Umgebung erfassen können. Der Blickwinkel ist dabei frei wählbar. Dadurch kann der Zuschauer letzten Endes selbst entscheiden, in welche Richtung er sehen möchte. Es gibt keinen festen Blickwinkel oder toten Winkel mehr, wodurch völlig neue Filmerfahrungen entstehen können. Wie das aussehen kann, zeigt das folgende Video.



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    So funktionieren die 360°-Kameras


    Die 360°-Kameras beinhalten streng genommen gleich mehrere Kameras, mit denen man jeden Winkel um sich herum erfassen kann. Eine Software setzt die Aufnahmen dann zu einem einzelnen 360°-Video zusammen. Die sechs integrierten Sensoren filtern in Kombination mit der Software die Verschiebungen und Bildartefakte automatisch heraus. So entstehen am Ende dann Filme wie das oben verlinkte Unterwasservideo.



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    Die Technik hierfür gibt es schon seit längerer Zeit. Ein Beispiel dafür sind Googles StreetView-Aufnahmen, die bereits vor einigen Jahren 360°-Bilder von verschiedenen Städten lieferten. Die Entwickler der 360°-Kameras haben diese Technik verfeinert und in eine faustgroße Kugel verfrachtet.



    Virtuelle Realitäten


    Das Online-Magazin Turn On weist darauf hin, dass diese Kameratechnik in Kombination mit Virtual-Reality-Headsets vollkommen neue Filmerlebnisse ermöglicht. So arbeiten die Entwickler der Sphericam gerade an einer nativen Unterstützung für die VR-Brille "Oculus Rift". So könnten Träger der Videobrille beim Schauen eines Films nur mit einer Kopfbewegung den Blickwinkel im Film ändern und nach Belieben in jede Richtung schauen. Möglich wird das durch die Bewegungssensoren der Brille. Diese registrieren automatisch Bewegungen des Kopfes und ermöglichen so einen freien Blick durch das Panorama-Video. Damit würde jeder 360°-Film zu einem Erlebnis werden, bei dem man die Filmperspektive selbst beeinflussen könnte.



    Die 360°-Sicht hat einen stolzen Preis


    Die Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung der Spericam läuft noch, sodass die Kamera erst in Zukunft erhältlich ist. Wer die Kampagne von Jeffrey Martin und seinem Team unterstützt, kann sich bereits vor der eigentlichen Markteinführung eines der ersten Exemplare sichern. Ab einer Summe von 1.299 US-Dollar erhalten Unterstützer die Standardversion mit grünem Plastikgehäuse. Die Premiumvariante mit Goldgehäuse und Zubehör ist ab einer Investition von 9.999 US-Dollar mit inbegriffen. Die ersten Exemplare werden voraussichtlich ab Dezember 2015 an die Unterstützer ausgeliefert. Die ebenfalls über Kickstarter finanzierte Wurfkamera Panano ist ab September für etwa 1500 Euro erhältlich. Welche Preise die Großkonzerne Nokia und Google für ihre Kameras verlangen werden, wird sich allerdings noch zeigen müssen. Doch eines dürfte aber sicher sein: Wer selbst 360°-Filme drehen will, muss dazu momentan noch tief in die Tasche greifen.





    Bildrechte: Flickr Santo Domingo (360) with Creative Commons Attribution-Share Alike License @ Oaxaca 11.2013 Ron Mader, creativecommons.org Bestimmte Rechte vorbehalten
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