• PC-Arbeitsspeicher: Preise auf Sinkflug und Microsoft wird die Schuld gegeben

    Die Preise für Arbeitsspeicher (RAM) befinden sich aktuell auf einem Sinkflug, wobei der DDR3-Speicher sogar das niedrigste Niveau aller Zeiten erreicht haben soll. Vielerorts wird davon berichtet, dass die Hardwarehersteller Microsoft durch seine Windows-10-kostenlos-Upgrade-Politik einen großen Teil der Mitschuld geben. Allerdings sollte man sich Fragen, ob dies der ganzen Wahrheit entspricht



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    Obwohl das Weihnachtsgeschäft vor der Tür steht und die Preise allmählich ansteigen sollten, bleiben diese bezüglich des Arbeitsspeichers auf einem derart niedrigen Niveau, welches es seit Jahren nicht gegeben hat. Zudem sollten die Preise auch angesichts von Intels neuer Prozessor-Generation Skylake nach oben gehen, doch das Gegenteil ist der Fall. Wie die Kollegen von Digital Trends berichten, sind selbst auf den Großhandelsbörsen sind die Kosten für DDR3-Module mit einer Kapazität von vier Gigabyte auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gefallen.


    Lediglich einen kleinen, aber kurzen Anstieg hat es aufgrund der Feierlichkeiten zum Kriegsende des zweiten Weltkriegs in China gegeben (September), wo aufgrund des 70. Jahrestag der Vertreibung der japanischen Besatzer viele chinesische Betriebe ihren Beschäftigten frei gegeben haben. Der durch diesen Feiertag verursachte Produktionsausfall soll sich aber wieder gefangen haben, wodurch sich die Preise wieder auf Talfahrt befinden.



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    Die Preisentwicklung von DDR3-1600-RAM in den letzten Monaten - Quelle geizhals.de



    Jetzt wird Microsoft im Wesentlichen die Hauptschuld für diese Entwicklung gegeben, da Windows 10 als kostenloses Upgrade verteilt wird, woraufhin viele der Nutzer ihren "alten" PC behalten und eben keinen "neuen" mitsamt eines neues Betriebssystems kaufen. Hinzu kommt, dass Windows 10 unterm Strich mit weitaus weniger Ressourcen zurecht kommt, als es noch bei den Vorgänger-Betriebssystemen wie Windows 7 oder auch Windows 8.x der Fall gewesen ist.



    Anmerkung der Redaktion:


    Das die Hardwarehersteller Microsoft als Hauptschuldigen für ihre Misere mit den Verkaufseinbrüchen betiteln ist ja fast so wie der im Jahr 1919 beim Versailler Vertrag auferlegte Artikel 231, welcher Deutschland als Alleinschuldigen des ersten Weltkriegs betitelt hat. Es sind viele Faktoren, welche die schwachen Absatzzahlen bewirken. Microsoft eine Mitschuld abzuerkennen ist auch nicht in unserem Interesse, aber auch Hardwareentwickler wie Intel, Nvidia sowie AMD treten seit Jahren "fast" auf der Stelle. Die Prozessoren leisten unmerklich mehr als die Generationen von vor drei bis fünf Jahren, die zu Zeiten von Windows 7 in den Handel gekommen sind. Zusätzlich flaut auch der Wirtschaftsboom in China allmählich ab, so dass der Bedarf am Markt mittlerweile als gedeckt gilt. Das macht sich nicht nur in der PC-Sparte, sondern auch vielen anderen Elektronik-Sparten sowie in der Automobilbranche bemerkbar.


    Wer derzeit noch mit 8, 4 oder sogar nur 2 Gigabyte Arbeitsspeicher unterwegs ist, sollte jetzt aufrüsten. Der Leistungsschub wird deutlich spürbar sein und viel günstiger dürften die Speicher-Riegel auch nicht mehr werden.

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    Selbst wenn Microsoft sein Windows 10 nicht als kostenloses Upgrade angeboten hätte, dürfte das die Wirtschaftslage in der PC-Branche kaum beeinflussen. Ich bin der Meinung, dass in dem Fall, wenn Windows 10 kostenpflichtig gewesen wäre, nicht mehr Menschen einen neuen PC gekauft hätten, da es "ältere" Windows 7- oder Windows 8.x-PCs auch noch "tun" würden. Gerade bei DDR3 sehe ich den Trend, dass dieser sehr bald wieder teurer werden wird, da dessen Produktion auf den neuen DDR4-Standard umgestellt wird oder schon wurde. Interessant ist auch die Preisentwicklung der Preise für Prozessoren & Co, welche durch Windows 10 nicht billiger geworden sind. Diese Produkte sind eher im Preis gestiegen, weshalb die These, dass MS an dem Preisrutsch vom Arbeitsspeicher die Alleinschuld haben soll, nicht länger haltbar ist.Jetzt kommentieren!
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