• DirectX 12: Multi-GPU-Setup aus Radeon und GeForce im ersten Test

    Mit Windows 10 ist auch die neue Grafik-Schnittstelle DirectX 12 eingeführt worden, welche das Novum mit sich bringt, erstmalig eine parallele Nutzung von Grafikkarten verschiedener Chiphersteller gleichzeitig nutzen zu können. Die ersten Tests können jetzt zeigen, wie gut zum Beispiel ein Multi-GPU-Setup aus einer AMD Radeon Fury X im Verbund mit einer Nvidia GeForce GTX 980 Ti funktioniert. Aber auch ältere Grafikkartengenerationen können vom Multi-GPU-Setup profitieren, so dass selbst die einstigen Top-Karten noch lange nicht zum alten Eisen gehören müssen



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    Schon im März diesen Jahres haben wir darüber berichtet, dass die Grafikschnittstelle DirectX 12 in der Lage sein wird, mehrere Grafikkarten unterschiedlicher Chiphersteller in einem Multi-GPU-Verbund zu kombinieren. Während die bekannten Methoden "SLI" oder "Crossfire" in der Lage gewesen sind die Pixelbeschleuniger der jeweiligen Chiphersteller "Nvidia" respektive "AMD" untereinander zu kombinieren, soll DirectX 12 in der Lage sein, einen Mischbetrieb fast beliebiger Grafikkartenmodelle zu gewährleisten.


    Die Kollegen von Anandtech haben jetzt die ersten Testläufe des "Explicit Multi-Adapter" (EMA) mit einer speziellen Tech-Demo von Ashes of the Singulatity durchführen können, die aufzeigen, wie stabil die Multi-GPU-Verbände funktionieren, die bislang noch als undenkbar galten. So wurden zum Beispiel eine der neuen Radeon Fury X (AMD) mit einer GeForce GTX 980 Ti (Nvidia) in einem Verbund zusammengefasst.


    Im Ergebnis zeigt sich, dass die Leistung je nach Kombination im Vergleich zu einer einzelnen Grafikkarte um 46 bis zu 75 Prozent gesteigert werden konnte. Auch wenn die Kombination aus einer GeForce GTX Titan X und einer GeForce GTX 980 Ti augenscheinlich die beste Performance liefern sollte, konnte die Kombination aus einer Radeon Fury X sowie einer GeForce GTX 980 Ti deutlich bessere Ergebnisse abliefern.



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    Vor allem beim Test mit den schon drei Jahre alten Grafikkarten der Klassen GeForce GTX 680 sowie der Radeon HD 7970 zeigte auf, dass es immens wichtig ist, welche der eingesetzten Grafikkarten als sogenannte "Führungs-Grafikkarte" eingesetzt wird. Während die GeForce GTX 680 als Führungsgrafikkarte eingesetzt wurde, blieben die Bildraten durch den Multi-GPU-Betrieb unterhalb der von den jeweiligen Einzelgrafikkarten. Doch mit der Radeon HD 7970 als "Führungsgrafikkarte" konnte ein Leistungssprung von 55 Prozent gegenüber der Eizelleistung festgestellt werden.



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    Letztendlich konnte der Test aufzeigen, dass ein Mischbetrieb von zwei verschiedenen Grafikchips unter DirectX 12 durchaus sinnvoll sein kann, insofern der EMA-Modus auch wirklich unterstützt wird. Zudem sollte man auch bedenken, dass die Benchmarkergebnisse aufgrund des frühen Zustandes der EMA noch nicht wirklich aussagekräftig sind und sich noch deutlich verbessern können.

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    Das Beste aus zwei Welten in sich vereint. Wird DirectX 12 auch in der Lage sein, die bisherigen Nachteile von SLI oder CrossFire - die berüchtigten Microruckler - zu beseitigen? Lohnt sich solch ein Multi-GPU-Setup eigentlich? Was denkt ihr?Jetzt kommentieren!
    « Intels Skylake-Nachfolger Kaby Lake soll erst 2017 marktreif sein - Cannonlake vermutlich dann erst 2018Intel Xeon E3-1200 v5 - Intel stellt Skylake-Xeon-Prozessoren für kleine Server und Workstations vor »
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    Kommentare
    1. Avatar von morecomp
      morecomp -
      Also zuersteinmal finde ich solche Tests super, wollte ich nur loswerden. Mikroruckler habe ich aber keine. Zwei Mal die gleiche Karte und das funktioniert prima. Zumindest bei mir.
      Ich werde wohl noch etwas warten und gleich auf die nächste Generation Nvidia upgraden. Sowas wie die 980ti und wenn die Generation gewechselt wird, werde ich mir noch eine zweite dazu stecken und vielleicht brauche ich dann gar kein SLI mehr
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