• Computer Monitoring: Freeware-Tools machen Temperaturprobleme bei PC-Systemen schnell offensichtlich

    Temperaturprobleme gehören bei vielen PC-Systemen, wobei es keine Rolle spielt ob High-End Desktop-Rechner oder einfaches Office-Notebook, zu den weit verbreitetsten Ausfallszenarien. Nach einigen Betriebsstunden und das damit einhergehende unvermeidliche Verstauben der Kühlkörper und Lüfter, kann die entstehende Abwärme nicht mehr ausreichend abgeführt werden, was zu einer größeren Hitze im Gehäuse führt. Dies beeinträchtigt in nicht unerheblichem Maß die Lebenserwartung einzelner Bauteile sowie empfindlicher Komponenten. Bei unzureichendem Abwärmetransport können neben eher unkritischen System-Abstürzen auch irreparable Hardwareschäden auftreten, die im schlimmsten Fall mit dem Verlust von Daten einhergehen



    Obwohl eine Reinigung des Rechners nach einiger Zeit oder auch die richtige ausgelegte Kühlung schon beim Kauf des Systems essenziell wichtig für den dauerhaft reibungslosen Betrieb, sowie eine längere Lebensdauer der Hardware sorgen können, ist die Überwachung empfindlicher Werte oder Komponenten ebenso wichtig. Windows 7 beispielsweise verfügt zwar über den Task-Manager, ein Tool zum Auslesen der gerade genutzten Prozessorleistung sowie der verwendeten Menge an Arbeitsspeicher, aber keinerlei Möglichkeit wichtige Temperatur-Werte der Hardware auszulesen.


    Die wichtigsten Bauteile eines Computers sind die CPU (Prozessor), die GPU (Grafikkarte), das Mainboard inklusive RAM (Arbeitsspeicher) und Northbridge sowie die Festplatten. All diese sind bis auf den Arbeitsspeicher in aktuellerer Ausführung mit Temperatur-Sensoren ausgestattet und können die ermittelten Werte in Echtzeit ausgeben. Dabei sind die Angaben zur Temperatur meist nur als große Anhaltspunkte zu sehen.


    Die Prozessortemperatur sollte im Leerlauf möglichst unter 50° C bleiben, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um einen Chip von AMD oder Intel handelt. Unter Last, also wenn der Computer viele rechenintensive Aufgaben abarbeiten muß, sollte die Temperatur nur in seltenen Ausnahmen die 70° C – Marke überschreiten. Gerade in älteren Rechnern könnte ein andauernd überhöhtes Temperaturniveau dafür sorgen, das aufgrund unzureichender Kühlung, es zur dauerhaften Beschädigung der Hardware kommt, da diese noch nicht mit ausreichenden internen Schutzmechanismen ausgerüstet sind. Neuere Prozessoren besitzen dagegen meist einen im Chip integrierten Überhitzungsschutz, der bei zu hohen Temperaturen die CPU einfach heruntertaktet (drosseln), wodurch sich natürlich ein Absenken der Arbeitsgeschwindigkeit bemerkbar macht.


    Grafikkarten halten mit etwa 80 -90 Grad unter Last (Chiptemperatur) etwas mehr als die herkömmliche Prozessoren aus, dennoch sollten die Werte im Idle-Betrieb nicht über 50° C liegen. Ebenso wie bei den CPUs sollten auch Grafikkarten nach Möglichkeit nicht über einen längeren Zeitraum auf einem außergewöhnlich erhöhten Temperaturniveau arbeiten müssen, da sich dies speziell bei dieser Baugruppe schnell in einer kürzen Lebensdauer auswirkt. Ein Beispiel, selbst High-End-Grafikkarten für Desktop-Systeme, im Spiele-Betrieb mit einem enormen Abwärme aufkommen, können unter Last, in einem gut belüfteten System, auf Temperaturen von unter 70° C problemlos gehalten werden.


    Die Temperatur vom Mainboard (Chipsatz), oder auch Hauptplatine genannt, sollte im Regelfall nicht über 40° C betragen, wobei hier auch Werte von knapp 50° C keine Bedenklichkeit darstellen. Eine Ausnahme bilden hier die Spannungswandler für Prozessor bzw. Arbeitsspeicher, welche meist über keinerlei Temperatur-Sensoren verfügen und somit auch nicht überwacht werden können. Diese erreichen deutlich höherer Werte im vollen Einsatz, sind dafür aber auch mit verbesserten Kühllösungen bestückt. Andere temperaturempfindlichen Teile, wie beispielsweise Kondensatoren oder Spulen, sollten nach Möglichkeit nicht über einen längeren Zeitraum intensiveren Temperaturbelastungen ausgesetzt werden, um die Lebensdauer nicht zu beeinträchtigen.


    Der Mythos, dass Solid-State-Drives (SSD) keine Wärme erzeugen ist schlichtweg falsch. Sicherlich fallen die Temperaturen aufgrund keinerlei beweglicher Teile im Vergleich mit klassischen Festplatten niedriger aus, dennoch sollte auch das Flashspeicher-Laufwerk nicht oder zumindest nur eingeschränkt über einem Grenzwert von 50° C im Betrieb liegen. Sobald die Temperaturen über einen schwer zu definierenden Grenzwert ansteigen, kann unter Umständen bei HDD wie auch SSD ein Datenverlust auftreten.



    Tools zur Temperaturüberwachung:


    Einige Hersteller bieten mit ihren Mainboards oder Grafikkarten bereits hauseigene Überwachungstools im Lieferumfang, wobei diese in den meisten Fällen eher den Oberklasse- oder Premium-Modellen vorbehalten sind. Der Ressourcenverbrauch sowie der Funktionsumfang der kleinen Programme kann dabei von Hersteller zu Hersteller stark variieren. Bei den Grafikkarten lässt sich mit den Tools von NVIDIA (System Monitor) und AMD (Catalyst Control Center) die Leistung und Temperatur der Grafiklösung ermitteln aber auch Intel bietet für seine integrierten Grafikchips bereits ein entsprechendes Tool an:



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    Bild 2 von 2http://www.teccentral.de/artikel-attachments/20261-axtu.jpg



    Ein kleines und ressourcenschonendes Tool, nur zum Auslesen der CPU-Temperatur sowie der CPU-Auslastung, ist Core Temp, welches ebenfalls in unserer Download-Datenbank zu finden ist:





    Für das Auslesen von Statusinformationen der Festplatten bietet sich das bewährte CrystalDiskInfo an, welches eine breite Palette an Daten der Laufwerke ausgibt. Großer Vorteil dieses kostenlosen Tools ist die genaue Auflistung sämtlicher am Computer angeschlossenen Festplatten, inklusive eventueller externer Modelle und das alles auf einer sehr übersichtlichen Oberfläche. Neben dem Gesamtzustand in Prozent, kann hier auf einfachem Weg die Temperatur ausgelesen werden, wie oft jede einzelne Festplatte eingeschaltet wurde und wie viele Betriebsstunden diese geleistet hat:



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    Das wohl umfangreichste kostenlose Überwachungsprogramm für PC-Systeme dürfte CPUID-Hardware-Monitor sein, welches eine sehr breite Unterstützung an Hardware aufbieten kann. Nach der Installation werden die unterschiedlichsten Informationen von CPU-Temperatur, Grafikkarte, Lüfterdrehzahlen sowie Mainboard-Temperaturen oder auch Spannungswerte ausgegeben, wobei alles noch angenehm übersichtlich gehalten ist:



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    Natürlich gibt es noch etliche weitere Auslese-Tools die kostenfrei zugänglich sind und die die geforderten Aufgaben nicht weniger schlecht meistern können. In der TecCentral-Download-Datenbank haben wir eine kleine Auswahl der gängigsten Freeware-Programme zusammen getragen.

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