• Desktop-Computer CPU-Vergleich: Intel und AMD Prozessoren der aktuellen Generation in der Preis-/Leistungs-Analyse, wir geben Tipps zum richtigen Kauf

    Prozessoren für Desktop-Systeme, egal ob von AMD oder von Intel, sind derzeit in unterschiedlichen Modell-Varianten so zahlreich am Markt vertreten, das es für weniger versierte PC-Anwender schlichtweg unmöglich ist, die richtige Kaufentscheidung für die passende Plattform zu treffen. Gerade mal noch ausgewachsene Computer-Geeks beziehungsweise interessierte Spezialisten verstehen die Unterschiede zwischen den diversen Sockel-Typen im Detail und können plausibel die Vor- und Nachteile für den Nutzer deklarieren. CPU-Hersteller AMD hält Athlons, Phenoms, A- und FX-Serien im Portfolio und bei Intel sieht es mit Celeron, Pentium, Core i3, Core i5 und Core i7 noch unübersichtlicher aus, denn diese Prozessor-Familien sind bei beiden etablierten Größen nochmals in etliche Leistungsklassen unterteilt. Um an dieser Stelle nicht noch mehr Verwirrung beim PC-Nutzer aufkommen zu lassen, sind die Server- und Notebook-CPUs schon aus dieser Zusammenstellung gerutscht. Wer sich nicht regelmäßig mit der Materie beschäftigen möchte, sondern einfach nur plant ein neues Desktop-System zusammen zu stellen, steht vor einem größeren Dilemma. Mit diesem CPU-Ratgeber wollen wir versuchen ein wenig Hilfestellung bei der Wahl des richtigen Prozessors, bzw. der für den eigenen Einsatzzweck optimalen Plattform zu leisten, um die Kaufentscheidung allgemein zu erleichtern. Zudem sollen alle aktuell erhältlichen Prozessor-Familien von AMD sowie Intel, etwas allgemein gehalten, ihren Auftritt bekommen und mit ihren speziellen Charakteristika dargestellt werden.



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    Dieser Ratgeber ist für diejenigen PC-Anwender gedacht, welche Hilfe bei der Prozessorwahl benötigen oder aber einen kleinen Überblick zur aktuellen Situation am Markt auf die Schnelle erhaschen wollen. Hardware-Nerds beziehungsweise Power-User mit einer Affinität auf diesem Gebiet, werden die meisten hier erwähnten Möglichkeiten wenig begeistern oder gar völlig überraschen.

    Die Wahl des richtigen Prozessors, wobei richtig oder falsch immer nur in Abhängigkeit zur Leistungsausrichtung der CPU zu suchen ist, fängt grundlegend schon bei der Frage nach der Anzahl der benötigten Rechenleistung an. Obwohl Single-Core-Prozessoren für Desktop-Computer nahezu ausgestorben und im Neuzustand nicht mehr zu erwerben sind, können auch diese noch für den ein oder anderen Anwender vollkommen ausreichend sein, wobei diese mit mehreren offenen Tabs im Internet-Browser dazu noch die Darstellung von Web-Seiten mit Flash-Animationen, heutzutage doch schnell an die Auslastungsgrenze kommen. Bestes Beispiel für dieses Szenario sind Intel-Atom-CPUs der ersten oder auch zweiten Generation, welche den Netbook-Anwendern nur in den wenigsten Fällen beim Arbeiten wirklich viel Freude bereiteten. Mit diesen war das parallele Ausführen von Anwendungen mit deutlichen Wartezeiten verbunden, was zu einem anhaltenden Frustpotential bei vielen führte.


    In einem Zeitalter von stets aktiven Multitask-Szenarios mit laufenden Messenger, E-Mail-Programm, Firewall, Virenscanner und evtl. noch einem Musikprogramm oder sonstigen Diensten sollte der PC über einen Dual-Core-Prozessor, im besten Fall sogar einen günstigen Quad-Core-Prozessor verfügen. Auch wenn die Kerne bei Office-Anwendungen nie richtig ausgelastet sind, stehen doch genügend Reserven zur Verfügung und das gesamte System läuft spürbar flüssiger. Die Wartezeiten beim Wechseln von Anwendungen sind deutlich geringer, wobei bei multithreaded-programmierten Anwendungen wie Audio-/Video-/Bild-Bearbeitung oder Rendering die Performance durch mehr Kerne deutlich gesteigert wird. Die aktuellen Einstiegs-Prozessoren von AMD oder auch Intel sind daher zumeist nur noch Dual-Core-Varianten, welche nicht nur von Generation zu Generation mehr Leistung bieten, sondern ebenso in der Effizienz stetig klettern.



    AMD


    Bei der Wahl des Desktop-Prozessor ist es unerlässlich, ebenso die Wahl des Sockels zu berücksichtigen. Obwohl AMD derzeit CPUs mit den Sockeln AM3, AM3+, FM1 und FM2 in seinem Portfolio führt, sind die relevanten Vertreter im Desktop-Segment aktuell der AM3+ und der FM2.


    FX-Serie für den Sockel AM3+


    AMD bietet mit der FX-Serie Desktop-Prozessoren mit der Bulldozer-Architektur an. Die FX-Serie gibt es mit vier (FX-4xxx), sechs (FX-6xxx) und acht (FX-8xxx) Kernen, wobei pro Kern jeweils 1 Megabyte als L2-Cache dient. Der L3-Cache ist bei jedem Modell, egal ob vier- oder acht-Kerner auf acht Megabyte gesetzt. Die Prozessoren der FX-Serie für den Sockel AM3+ wären als Beispiel für gehobenere Mainstream-Desktop-Rechner der FX-8350 mit einer maximalen Taktfrequenz seiner acht Recheneinheiten von 4,0 Gigahertz. Aufgrund ihrer besonderen Leistung sei auch noch das derzeitige Flaggschiff der Serie, der 8x 4,7 Gigahertz (im Turbo 8x 5,0 GHz) getaktete FX-9590 mit einer maximal angegebenen TDP von 220 Watt, erwähnt. Dieser ist für Enthusiasten oder begeisterte Power-User unter Vorbehalt interessant, für einen Büro-Rechner oder auch einfache Multimedia-Systeme sind diese durch ihren Energie-Hunger weniger empfehlenswert.



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    A-Serie mit integrierter Grafikeinheit sowie Athlon II X2/X4 für Socket FM2


    Obwohl die A-Serie für den Sockel FM2 in der Regel Desktop-Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit darstellen, sogenannte APUs, hat AMD mittlerweile auch an dieser Stelle ein paar besondere Ableger im Aufgebot, die eine deaktivierte GPU besitzen. Für den Socket FM2 bietet AMD derzeit sechs verschiedene Prozessor-Modellreihen an, welche sich in Athlon II X2 und Athlon II X4 ohne integrierte Grafikeinheit sowie die APU-Generation mit integrierter Grafikeinheit A4, A6, A8 und A10 unterteilen.



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    Im Vergleich zur FX-Serie für den Sockel AM3+ sind die Prozessoren für den Sockel FM2 nur als zwei- und vier-Kern-Modelle erhältlich, was aber gerade für Office-PCs oder auch weniger leistungsfähige HTPC-Rechner völlig ausreichend ist. Noch dazu lässt sich mit diesen A-Serie APUs unter Umständen eine dedizierte Grafikkarte einsparen, wobei die Anforderungen an Grafikleistung nicht zu hoch ausfallen sollten. Insofern man nur im Internet surft oder einfache Office-Arbeiten erledigt werden müssen, reicht die integrierte Grafiklösung allemal, doch für ambitioniertere Spieler oder für Bild- und Videobearbeitung empfehlen wir zusätzlich eine separate Grafikkarte, da die integrierten Grafiklösungen hierfür aktuell noch nicht das Leistungspotential bieten.


    Während alle Zweikerner der A-Serie (A4, A6, Athlon II X2) mit einem 512 Kilobyte großem L2-Cache pro Kern bestückt sind, können die Vierkerner (A8, A10 und Athlon II X4) auf je 1 Megabyte L2-Cache pro Kern zurückgreifen, was die Performance nochmals leicht erhöht. Einen L3-Cache wie bei den FX-Prozessoren gibt es in der A-Serie nicht.


    Ein ebenfalls wichtiges Merkmal der A-Serie ist ihr verhältnismäßig geringer Stromverbrauch im Vergleich zu den Varianten der FX-Baureihe, der zwischen 45 Watt bei den T-Modellen und 100 Watt bei den K-Modellen liegt. Das Kürzel T steht dabei für die Stromspar-Varianten der Baureihe. Alle Prozessoren, die mit dem Kürzel K versehen sind, besitzen zudem einen offenen Multiplikator, was bedeutet, dass diese so unkomplizierter übertaktbar auch für unerfahrenere Anwender sind. Der Turbotakt, welcher bei den Prozessoren immer bei den technischen Details mit angegeben ist, gibt dabei die Geschwindigkeit an, welche die CPU bei Bedarf maximal erreichen kann. Aufgrund der selbständigen Übertaktungsfunktion und der sowieso für alle möglichen Anwendungen ausreichenden Leistung ist es für den Normalverbraucher irrelevant bzw. unnötig an eine manuelle Übertaktung zu denken.



    Intel


    Bei Intel ist die Sockelvielfalt im Desktop-Segment noch um einiges reichhaltiger als bei AMD, obgleich wie beim direkten Konkurrenten momentan nur zwei Sockel-Typen bei der Suche für ein Mainstream-System Berücksichtigung finden sollten. Die wichtigsten Aufnahmen für Intel-Desktop-CPUs verbergen sich hinter den Bezeichnungen Sockel LGA1150, sowie dem direkten Vorgänger-Sockel LGA1155. Während der Sockel 1150 ausschließlich die neuen Prozessoren der vierten Core-Generation (Haswell) unterstützen, kann der ältere Sockel 1155 die CPUs der Ivy-Bridge- und Sandy-Bridge-Baureihe beherbergen. Anhand der aktuell gewählten Modellbezeichnungen und Prozessornummern seitens Intel lässt sich nur noch schwierig oder aber nur mit viel Übersicht einordnen, welche Taktraten oder Features sich hinter den Namensgebungen verbergen. Bis auf wenige Ausnahmen lässt sich sagen, dass sich die aktuellen Varianten der Core-Familie, zu welcher die Modellreihen Core i3, i5 und i7 zählen, aus einer vierstelligen Modellbezeichnung zusammensetzten. Hinter der ersten Ziffer versteckt sich die Chip-Generation, hinter der nachfolgenden Zahlenfolge lässt sich die Leistungseinstufung des Prozessors ableiten. Bei einem Core i5-2500K gibt die 2 die zweite Generation Core-Prozessoren an, was in diesem Fall auf die Sandy-Bridge-Generation hinweist. Bei den neueren Ivy-Bridge-Prozessoren beginnt diese Zahlenfolge mit einer 3, beispielsweise der Core i5-3570K.


    Doch Vorsicht! Die Extreme-Prozessoren, welche bei Intel auf einem anderen Sockeltypen aufbauen (LGA2011), lassen sich auf diese Weise wiederum nicht staffeln, da ein Core i7-3820 noch auf der älteren Sandy-Bridge-Architektur basiert, ein Core i7-4960X verwirrender weise aber nicht, wie man vermuten könnte auf der neuesten Haswell-Chip-Architektur aufbaut, sondern noch der Ivy-Bridge-Baureihe angehört.



    Sockel 1155


    Der etwas ältere Sockel 1155 stellt aus Sicht des Anwenders ein wahres Kompatibilitätswunder dar und ist für Intels bisherige Sockel-Strategie überraschend freizügig ausgelegt, da wirklich alle Desktop-Prozessoren der Sandy-Bridge- sowie Ivy-Bridge-Baureihen von diesem unterstützt werden. Angefangen vom simplen Ein-Kern-Cerleron, bis hin zum ehemaligen Vier-Kern-Flaggschiff, dem Core i7-3770K mit immensen Leistungsreserven für jegliche Art Desktop-Systeme, lassen sich in der Aufnahme einsetzten und betreiben. Teilweise wird zwar für die volle Unterstützung an Prozessoren ein Bios-Update des Motherboards nötig, um von Sandy-Bridge auf den neueren Ivy-Bridge umzusteigen, dieses haben aber nahezu alle Motherboard-Hersteller zum Download bereit gestellt. Die Verlustleistung für die Prozessoren des Sockels 1155 reicht dabei von 35 Watt bei den T-Modellen, als effiziente Stromspar-Prozessoren ausgelegt, bis hin zu 95 Watt beim Sandy-Bridge Core i7-2700K als Vertreter der K-Serie mit freiem Multiplikator.



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    Die Prozessoren von Intel arbeiten alle mit einem L2-Cache von 256 Kilobyte pro Kern wobei der L3-Cache von 1,5 Megabyte bis acht Megabyte von Modell zu Modell unterschiedlich ausfällt. Dazu bieten einige CPUs das von Intel entwickelte Hyperthreading an, welches einfach ausgedrückt eine theoretische Kernverdoppelung darstellt und somit die gestellten Rechenaufgaben verteilter abgearbeitet werden können. Beispielsweise simuliert der Intel Core i7-3770K mit Hypertreading acht Kerne, obwohl dieser nominell "nur" vier native Recheneinheiten besitzt. Besonders Multithread-Anwendungen, welche immer weiter in diese Richtung optimiert werden, können immens davon profitieren, da die Arbeit auf mehr Kerne verteilt werden kann.


    Mittlerweile verfügen nahezu alle Prozessoren für den Sockel 1155 über eine integrierte Grafikeinheit, welche ähnlich wie bei den AMD-Prozessoren für einfache Officeaufgaben ausreichen dürften. Doch gibt es bei Intel weitaus größere Leistungsdifferenzen zwischen den GPUs der HD-Graphics-Familie. Während die integrierte Grafikeinheit bei den Celeron- und Pentium-Prozessoren, die sich einfach nur Intel HD Graphics nennt, selbst beim Abspielen von Full-HD-Filmen zum Teil schon an der Leistungsgrenze agieren, kann die leistungsstarke Intel HD Graphics 4000, welche in den Prozessoren der dritten sowie vierten Core-Generation verbaut werden, schon moderne Spieletitel in mittleren Auflösungen ausreichend gut, sowie in höheren Auflösungen wiedergeben. Diese Rechenleistung ist aber ebenso nicht ausreichend genug, wie auch bei entsprechenden AMD-Pedanten, um für ambitionierte Spieletitel eine ausreichende Basis dar zu stellen und es empfiehlt sich hierfür zusätzlich eine dedizierte Grafikkarte.


    Sockel 1150


    Auf dem modernen Sockel 1150 können derzeit alle verfügbaren Desktop-Prozessoren der Haswell-Generation unterkommen. Wo die Notebook-Varianten der Haswell-Generation deutlich stromsparender daherkommen, was für Note- oder vielmehr Ultrabooks sicherlich essentiell wichtig ist, bemängeln viele Besitzer eines entsprechenden Desktop-Systems eine höhere Hitzeentwicklung im direkten Vergleich zu Ivy- oder Sandy-Bridge-Modellen. Hauptgrund dieses Nachteils bildet in großen Teilen die neue Intel HD 4600 Graphics GPU, welche zwar deutlich mehr Leistung als die Vorgänger-Generation bietet, dabei aber ebenso mehr Abwärme produziert.



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    Bis auf eine verbesserte interne Grafiklösung und die Verwendung einer geänderten Prozessor-Aufnahme, einhergehend mit einem Plattform-Wechsel, gibt es nur wenige, wirklich weitreichende Änderungen im Vergleich zur Vorgänger-Generation, welche sich für die Mehrzahl der Privat-Anwender grundlegend positiv auf die Gesamt-Performance niederschlägt. Der L2-Cache liegt bei 256 Kilobyte pro Kern, der L3 Cache reicht von 3 Megabyte beim Pentium G3220 bis zu 8 Megabyte beim Core i7-4770K. Ein direkter Umstieg von einem Ivy-Bridge-System, hin zu einer Haswell-Plattform ist daher weniger zu empfehlen und auch bei Neuanschaffungen muß aktuell nicht zwingend auf die neue vierte Generation der Core-Prozessoren im Desktop-Segment zurück gegriffen werden. Für HTPCs oder Office-Rechner ist der Neukauf eines Systems mit Haswell-CPU durchaus zu überlegen, da die integrierte Grafiklösung für alle erdenklichen Anwendungen mehr als ausreichend ist. Für Gaming-Rechner hingegen, ist die Ivy-Bridge-Generation durchaus noch konkurrenzfähig und empfehlenswert.


    Auch bei den neuen Haswell-Prozessoren gibt es besonders effizient konzipierte Energiesparer, welche an der T-Endung in der Namensgebung gekennzeichnet sind und somit nur eine TDP von lediglich 35 Watt aufweisen. Andere Modelle, wie das derzeitige Flaggschiff Intel Core i7-4770K, verbraucht aufgrund der verbesserten Grafikeinheit mit 84 Watt mehr als sein direkter Vorgänger i7-3770K, welcher mit 77 Watt TDP eingestuft ist.



    Fazit:


    Wer eher einen Intel-Prozessor in seinem Desktop-Rechner werkeln sehen möchte, sollte sich auf leicht höhere Gesamtkosten einstellen, denn im Vergleich zu Systemen mit AMD-CPU, sind diese in der Anschaffung zumeist teurer. Dabei fällt die Gesamt-Leistung des Rechners im Regelfall auch etwas höher aus. Da die Wahl zwischen Intel und AMD seit Ewigkeiten ebenso eine Glaubensfrage darstellt und nicht immer von Vernunft geprägt ist, sollen die folgenden Worte auch nur als Anregung zu verstehen sein ohne die Thematik dabei zu sehr aus weiten zu wollen. Schlussendlich haben beide großen Chipentwickler für nahezu jedes Anwendungs-Szenario passende Lösungen in ihren Reihen, ohne das der Anwender dabei extreme Kompromisse eingehen muß.


    Für Office- oder HTPC-Rechner auf Basis einer Desktop-Hauptplatine, reicht in aller Regel ein Prozessor bis 100 Euro. In dieser Preisklasse tummeln sich etliche Zwei- und Vier-Kern-CPUs beider CPU-Entwickler gleichermaßen, wobei mit dem AMD FX-6300 (Sockel AM3+) bereits ein wirklich potenter Sechskerner in diesen Regionen zu finden ist. Zwar mit ca. 105 Euro knapp über dem gesteckten Preislimit, wobei sich die Mehrinvestition aber unserer Meinung nach langfristig betrachtet, positiv auswirken kann. Absolute Empfehlung in diesem Preissegment stellt der AMD A8-6600K (Sockel FM2) dar, welcher mit der integrierten Radeon HD 8570D eine durchaus überzeugende Gesamt-Performance für jede erdenkliche Art an Desktop-Rechnern bereit hält.


    Wer viel mit seinem Computer produktiv arbeiten muss, dem sei selbst im Einstiegs-Segment mindestens eine Quad-Core-CPU ans Herz gelegt. Durch die damit einhergehenden Reserven, die diese Prozessoren allesamt vorweisen können, macht die Arbeit bei vielen gleichzeitigen Applikationen durch die Aufgabenverteilung heutiger Desktop-Systeme einfach mehr Spaß. Die Aufgaben werden fühlbar schneller erledigt und alles läuft deutlich flüssiger ab. Im Mittelklasse-Preissegment zwischen 100 und 200 Euro, lassen sich bereits richtig performance-orientierte Quad-Core-Prozessoren finden aber mit dem AMD FX-8120 ebenso eine ausgewachsene 8 Kern-CPU ergattern, der sofern Anwendungen darauf ausgelegt sind, einen deutlichen Mehrwert bieten kann. Dieser kostet aktuell um die 125 Euro.

    Die Empfehlung für ausgewachsene CPU-Performance mit vergleichsweise hoher Energieeffizienz, stellt Intels Core i5-3470 dar, welcher im kleineren 22nm-Fertigungsprozess hergestellt wird und der Ivy-Bridge-Generation des Chip-Entwicklers angehört. Über die vergleichsweise potente Intel HD 4000 Grafikeinheit, welche im Prozessor integriert ist, lassen sich Grafikberechnungen für den Alltagseinsatz durchaus in akzeptablem Umfang erledigen.


    Mehr Rechenleistung in Desktop-Systemen erweist sich in den wenigsten Fällen für Privat-Anwender als sinnvoll, da sich ab einem Anschaffungspreis von 200 Euro das Leistungsniveau nicht mehr vollends ins richtige Verhältnis zum Preisniveau bringen lässt. Nur noch kurz als kleiner Zusatz am Rande angemerkt, Gerade PC-Spieler mit einer geringen technischen Affinität begehen oft den Fehler, sich die leistungsfähigste CPU aus Intels High-End-Portfolio, beispielsweise den Intel Core i7, für 300 Euro oder mehr anzuschaffen, investieren dabei aber in eine weniger leistungsfähige Grafikkarte, weil das vorhandene Budget schlussendlich zu wenige Reserven bereit hält. Zum Schluß bleibt die Spieleperformance des finalen Gamer-Rechners weit hinter den Erwartungen zurück, welche mit einem nominell schwächeren Prozessor, dafür aber mit einer performanteren und damit auch teureren Grafikkarte, zu einem ähnlichen Gesamt-Kostenfaktor, hätte heraus springen können. Weitere Anregungen finden sich in unseren Ratgebern zu Gaming-PCs für unterschiedliche Budget-Klassen, bis 500 Euro, bis 1000 Euro sowie ohne Vorgaben beim Kaufpreis.



    Für weitere Fragen rund um das Thema Prozessoren oder auch dem Zusammenspiel aller weiteren PC-Komponenten untereinander, steht das TecCentral-Forum wie gewohnt jederzeit offen.

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