• Garantie & Gewährleistung: wo liegen die Unterschiede

    Garantie und Gewährleistung sind zwei Begriffe, die bei Verkaufsgesprächen des Öfteren fallen, doch meistens durcheinander geworfen werden. Beide Begriffe werden sowohl von Käufer als auch Verkäufer genutzt, doch beschreiben sie grundsätzlich zwei völlig unterschiedliche Leistungen





    Technische Geräte sollen unser Leben erleichtern, dazu zählen Haushaltsgeräte wie Waschmaschienen oder Kühlschränke, aber auch Entertainment wie ein Computer mit all seinen Einzelteilen, ein Smart-TV oder auch ein Smartphone beziehungsweise Tablet. In einigen Fällen ersetzen Neuanschaffungen auch alte Geräte die ihren Dienst geleistet haben und nicht mehr funktionieren, oder ausgetauscht werden, weil sie nicht mehr zeitgemäß sind. Doch was ist, wenn dann eines der neuen Geräte seinen Dienst quittiert. Oftmals fallen dann Begriffe wie "Ach, da gibt es ja Garantie drauf." oder so ähnlich. Dabei verwechseln viele Nutzer die beiden Begriffe Garantie und Gewährleistung, diese am Ende zwei völlig unterschiedliche Leistungen beschreiben. Wir wollen hier erklären, was Garantie beziehungsweise Gewährleistung bedeuten, so dass man vor der nächsten Neuanschaffung darauf geachtet werden kann, welches Produkt auch von der versprochenen Serviceleistung in die engere Wahl kommen darf und welches nicht:


    Die Gewährleistung:


    Die Gewährleistung ist eine gesetzlich festgelegte Regelung, die jeder Händler einzuhalten hat. Diese greift in dem Fall, wenn ein Mangel an der Ware schon ab der Auslieferung besteht, dieser aber erst später auffällig wird. Ansprechpartner für den Kunden ist dabei immer der Händler, bei dem die Ware auch bezogen worden ist. Folgende Regelungen sollten bei der Gewährleistung beachtet werden:



    • Innerhalb der ersten sechs Monate, ab dem Kaufdatum, muss der Händler dem Käufer nachweisen, dass der beklagte Mangel durch den Nutzer verursacht wurde.
    • Nach sechs Monaten folgt dann eine Umkehr der Beweislast. Jetzt muss der Käufer nachweisen, dass er den Mangel nicht selbst verursacht hat, sondern dieser schon bei Auslieferung der Ware Bestand gehabt hat.



    Für Neuware gilt eine Gewährleistungspflicht von 24 Monaten ab Kaufdatum. Bei Gebrauchtwaren, Waren zweiter Wahl oder auch generalüberholten Waren wird die Gewährleistung in den meisten Fällen auf 12 Monate verkürzt, wobei die Gewährleistung in der Regel auch Verschleißteile wie z.B. einen Akku abdeckt.

    Liegt die Ursache des Mangels nachweislich nicht beim Käufer, so ist der Händler verpflichtet, kostenlos nachzubessern. Dabei richtet sich die Form der Nachbasserung nach dem Wunsch des Kunden, wobei dieser dann entweder eine Reparatur oder auch einen Austausch des Gerätes wünschen kann. Grundsätzlich gilt aber, dass die gewünschte Nachbesserungsform für den Händler zumutbar sein muss.


    Sollte der Fall eintreten, dass der Händler beim ersten Versuch einer Nachbesserung keinen Erfolg vorweisen konnte, so steht diesem noch eine zweite Möglichkeit der Nachbesserung offen. Erst wenn der zweite Nachbesserungsversuch scheitert, steht dem Käufer das Recht zu, entweder vom Kaufvertrag zurückzutreten oder einen Preisnachlass zu fordern, der allerdings auch im Verhältnis stehen sollte.


    Die Garantie:


    Die Garantie ist nicht Sache des Händlers, sondern des Herstellers, wobei es sich aber um eine freiwillige Leistung handelt. Dadurch sind Garantien immer Herstellerabhängig und demzufolge auch oftmals unterschiedlich. Eine Garantie kann aber die gesetzliche Gewährleistung nicht ersetzen.


    Die Garantie ist eine zusätzliche Leistung, deren Umfang unter den Leistungen einer Gewährleistung, aber auch darüber liegen kann. Es kann sich als lohnend herausstellen, auch im Rehmen der eigentlichen Gewährleistung, die Garantieleistung des Herstellers in Anspruch zu nehmen. Ein Garantiezeitraum kann zudem deutlich über den zwei Jahren der Gewährleistungspflicht liegen. Beste Beispiele sind in der Automobilbranche zu finden, wo es beispielsweise 15 Jahre Garantie auf Durchrostung gibt. In der Elektronikbranche bieten die Hersteller im Schnitt aber eine Garantie zwischen zwei und drei Jahren (Weiße Ware wie Waschmaschinen etc. mit eingeschlossen)


    Die Kulanzregelung


    Oftmals kann es sich auch lohnen, sich abseits der starren Regelungen mit dem Hersteller oder dem Händler zu einigen. Das Zauberwort heißt hier "Kulanz". Nicht selten stellt sich bei höflichen Anfragen heraus, dass die Hersteller oder auch Händler kleinere Mängel auf kulentem Weg regeln. Der Vorteil für beide Parteien liegt darin, dass es zu weniger Reibungen zwischen beiden Vertragspartnern kommt, da die Hersteller respektive die Händler von ihren Kunden im Endeffekt leben, und nichts spricht mehr für einen guten Hersteller, dessen Service auch hoch gelobt wird.




    Zum Schluss einige Links zu Herstellern aus dem Bereich (PC)-Technik:



    AMD


    ASUS


    Brother


    Canon


    Gigabyte


    Intel


    LG


    MSI


    NEC


    Samsung


    Sapphire


    Sony


    Toshiba

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