• DDR4-RAM vs. DDR3-RAM kostet im Schnitt 50 Prozent mehr

    Zusätzlich zu der Vorstellung der neuen Haswell-E-Prozessoren von Intel in der letzten Woche, ist die Markteinführung des dafür benötigten DDR4-Arbeitsspeichers ebenfalls erfolgt. Doch sollte man vor der Anschaffung eines neues Systems auf Basis des Haswell-E nicht nur die Leistungsunterschiede beachten, die derzeit teilweise aufgrund der meisten älteren Programme noch marginal ausfallen, sondern auch die Preisunterschiede zu Ivy-Bridge-E einkalkulieren. Den größten Preisunterschied gibt es allerdings nicht bei den Prozessoren oder Mainboards, sondern derzeit beim Arbeitsspeicher, der im besten Fall bei einem Aufpreis von 20 Prozent, im Schnitt aber bei knapp 50 Prozent liegt



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    Bild: experto.de


    Da sich in den vergangenen Tagen die Presse mit Neuvorstellungen von Mainboards sowie Arbeisspeicher zu den neuen Intel Haswell-E-Prozessoren nahezu überschlagen hat, haben wir einmal einen Preisvergleich zwischen dem neuen DDR4- und dem bisherigen DDR3-Arbeitsspeicher erstellt. Das Ergebnis ist ernüchternd aber auch erfahrungsgemäß zu erwarten gewesen, sodass bei einem Upgrade auf Haswell-E ist gerade zu Beginn der Preisunterschied zwischen dem DDR3 und dem neuen DDR4-Arbeitsspeicher nicht zu unterschätzen ist.


    Wie schon beim Wechsel von DDR2 auf DDR3 ist auch der neue DDR4-Speicher trotz höherer Latenzen in den meisten Anwendungen theoretisch schneller, was sich derzeit aber auch am Preis bemerkbar macht. Am günstigsten kommt man derzeit beim Upgrade mit zwei 4-Gigabyte-Riegeln, die mit 1.067 Megahertz takten. Mit 10,88 Euro pro Gigabyte liegt der Preis dennoch 20,89 Prozent über dem eines vergleichbaren DDR3-Speicher-Sets, welches es im Schnitt für 9 Euro zu haben gibt. Die wohl größte Differenz gibt es beim DDR4-2400-RAM in der Kategorie zwei Mal vier Gigabyte, wo wir einen Preisanstieg von 60,35 Prozent verzeichnen konnten.

    Der günstigste Pro-Gigabyte-Preis lässt sich wiederum bei den vier Mal 8 GB-2.133-Kits finden, welche für die Quad-Channel-Boards für Endkunden auch am interessantesten sein dürften. Hier werden 10,78 Euro pro Gigabyte fällig was dennoch einem Preisanstiegt von fast 30 Prozent zum Vergleich der 8,44 Euro pro Gigabyte beim DDR3-Pendant entspricht.



    RAM-Modell
    DDR3-Preis pro GB
    DDR3-Preis
    DDR4-Preis pro GB
    DDR4-Preis
    Aufpreis in Prozent
    2 x 4 GB/ 2.133
    9 € / GB 72,00 € 10,88 € / GB 87,00 € 20,89%
    2 x 4 GB/ 2.400
    8,50 € / GB 68,00 € 13,63 € / GB 109,00 € 60,35%
    2 x 4 GB/ 2.666
    11,13 € / GB 89,00 € - - -
    2 x 4 GB/ 2.800
    18,63 € / GB 149,00 € 29,13 € / GB 233,00 € 56,36%
    2 x 4 GB/ 3.000
    45,63 € / GB 365,00 € - - -
    2 x 8 GB/ 2.133
    8,75 € / GB 140,00 € 11,06 € / GB 177,00 € 26,40%
    2 x 8 GB/ 2.400
    9,25 € / GB 148,00 € 13,13 € / GB 210,00 € 41,95%
    2 x 8 GB/ 2.666
    9,94 € / GB 159,00 € - - -
    2 x 8 GB/ 2.800
    18,75 € / GB 300,00 € 28,38 € / GB 454,00 € 51,36%
    2 x 8 GB/ 3.000
    67,44 € / GB 1.079,00 € - - -
    4 x 8 GB/ 2.133
    8,44 € / GB 270,00 € 10,78 € / GB 345,00 € 27,72%
    4 x 8 GB/ 2.400
    8,72 € / GB 279,00 € 11,84 € / GB 379,00 € 35,78%
    4 x 8 GB/ 2.666
    9,78 € / GB 313,00 € 15,28 € / GB 489,00 € 56,24%
    4 x 8 GB/ 2.800
    23,44 € / GB 750,00 € 29,03 € / GB 929,00 € 23,85%
    4 x 8 GB/ 3.000
    - - - - -



    Bei der Erwägung zur Anschaffung eines neuen Haswell-E-Systems sollte man daher, zumindest hinsichtlich des Arbeitsspeichers, von erhöhten Zusatzkosten von durchschnittlich 50 Prozent ausgehen. Zwar fällt der Preisanstieg nicht ganz so drastisch aus, wie er damals bei der Umstellung von DDR2 zu DDR3 stattgefunden hat, doch die Geschichte zeigt dennoch, dass es sich lohnen kann, ein paar Wochen oder Monate für die Anschaffung abzuwarten. Da eine breite Nutzung des neuen DDR4-Standards höchstwahrscheinlich erst mit dem kommenden Skylake-Chip erreicht werden dürfte, ist ein Einpendeln der Preise nach unten hin, bis dahin auch sehr wahrscheinlich.

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