Hi Leute,
wie ja einige von euch sicher mit bekommen haben, prophezeie ich ja schon seit einiger Zeit dieses Tool von
www.dingens.org.
Dort wird ja beschrieben, daß das Ding so ein so ein Überflieger ist, der jede Firewall nahezu überflüssig macht, weil es Haufenweise Dienste im Windows abschaltet.
Selbst der CCC (Chaos-Computer-Club) befürwortet das Ding eher als eine Firewall.
Es ist ja an sich auch keine schlechte Idee.
Ich hab es selbst ausprobiert und es ist wirklich möglich sich im Internet ohne Firewall aufzuhalten ohne daß der Rechner sofort von Sasser oder MSBlast in die Knie gezwungen wird.
Also schlug ich vor, es auf meine beiden PC's zu installieren und auch bei etlichen Freunden und Bekannten. - Allerdings immer mit einem schlechten Hintergedanken... da war doch noch was...
Jetzt bin ich dahintergestiegen was da noch war.
Das Programm bietet ja drei Einstellmöglichkeiten:
- Einzelner Computer
- Computer in einem Netzwerk
- Unsicher
Damals als ich mit meinem Bruder über Netzwerk was testen wollte, da hatte ich nur meinen einen Rechner. Also stellte ich damals das Programm auf "Einzelner Computer", mit dem Ergebnis, daß das Netzwerk nicht funktionierte. - Das geisterte mir nämlich noch die ganze Zeit im Hinterkopf rum.
Nun hab ich ja zwei Rechner, also hab ich auf beiden Rechnern das Programm auf: "Computer in einem Netzwerk" laufen.
Und jetzt kommen ein paar wichtige Beispiele:
Beispiel 1:
- Zwei PC's
- Auf einem der beiden ist das Tool Windows-Dienste abschalten installiert und auf "Computer in einem Netzwerk" geschaltet.
Ergebnis:
Beide Rechner können sich anpingen und beide Rechner können auf den anderen zugreifen.
Beispiel 2:
- Zwei PC's
- Auf beiden Rechnern ist das Tool installiert und beide sind auf "Computer in einem Netzwerk" geschaltet.
Ergebnis:
Beide Rechner können sich zwar anpingen und die Pakete kommen auch zurück aber ein Zugriff auf den anderen Rechner ist absolut unmöglich.
Es geht sogar noch weiter:
Hat man nämlich kein Backup der Registry erstellt, bevor man win32sec.exe installiert und ausgeführt hat, so kann man schon mal tief durchatmen und sich auf eine Neuinstallation von Windows einstellen.
Bei dem Versuch, das Programm auf "Unsicher" zurück zustellen wird zwar versucht das Backup, welches zuvor in die Registry geschrieben wurde, wieder herzustellen aber genau dieses Backup ist die Schwachstelle von "Windows-Dienste abschalten".
Es funktioniert nämlich nicht!
Stellt man das Programm auf "Unsicher" zurück, wird man aufgefordert, Windows neu zu booten. Bei dem Bootvorgang viel mir bei Win2000 schon auf, daß er verdächtig lange an dem Bildschirm "Netzwerktreiber werden geladen" fest hing.
Internet über DSL funktionierte noch. Aber wehe ich versuchte auf meinen zweiten Rechner zuzugreifen, dann hing plötzlich das ganze System und die Services.exe fraß sich bei 100% CPU-Last fest.
Dem ganzen konnte man auch kein Ende mehr setzen. So lange nicht, bis man win32sec.exe noch einmal startete und wieder auf "Computer in einem Netzwerk" stellte.
Nach dem nächsten Neustart war dann wieder alles in Butter. Nur das Netzwerk mit meinem zweiten Rechner konnte ich trotzdem vergessen.
Spiele über Netzwerk können scheinbar aber noch funktionieren. Wie gesagt - scheinbar.
Also googelte ich und fand auf
dieser Seite folgendes im Web:
Zitat:
nachdem ich auf einem windows 2000 sp4 rechner die einstellung "computer im netzwerk" verwendet habe, funktionierte mein lan nicht mehr genauer gesagt die netzwerkfreigaben. das wiederherstellen hat auch nichts gebracht. der dhcp-client und 2 weitere dienste starten nicht mehr, weil der dienst NetBT nicht mehr vorhanden ist. jegliche wiederherstellungsversuche sind bisher gescheitert.
macht also auf jedenfall eine sicherung der registry !!!
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet001
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet002
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet
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Bemerkenswert war, daß der Beitrag vom Juni 2004 war.
Also ist das Problem schon wesentlich länger bekannt als ich dachte. Nur scheint das wohl keinen mehr zu interessieren.
Als Alternative zum Tool von
www.dingens.org gibt es dann noch ein vergleichbares Tool von
www.ntsvcfg.de.
Sinn und Zweck scheint weitgehendst der gleich zu sein, nur daß hier eher darauf eingegangen wird was das Tool denn nun überhaupt anstellt, wenn man es ausführt.
Und auf
www.ntsvcfg.de fand ich dann auch noch was interessantes, in Bezug auf ATI-Grafikkarten:
Zitat:
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Die Installation und Deinstallation von "Catalyst"-Treibern kann zu Problemen führen, da der ATI-Installer aus nicht näher bekannten Gründen zwingend RPC (mit Bindung an LAN-Interface) und DCOM (einschließlich Distributed Transaction Coordinator) benötigt. "Omega"-Treiber sind davon nicht betroffen.
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Ich erinnerte mich, daß ein paar meiner Kumpels ATI-Karten besitzen und daß es bei denen unmöglich war, den original Catalyst-Treiber einzusetzen. Der Treiber ließ sich zwar installieren aber der Controll-Center war nie aufrufbar. Nur die Omega-Treiber funktionierten. Die benutzen ja auch noch den alten Controll-Center.
Scheinbar betrifft dieses Problem nicht nur das Tool von
www.ntsvcfg.de sondern auch das Dingens.
Mein Entschluß:
Nach etlichen nervenaufreibenden Experimenten habe ich mich dazu entschlossen, meine zwei Rechner neu zu installieren. Windows zu reparieren oder die Netzwerktreiber neu zu installieren hab ich alles schon versucht, es funktioniert nicht. Wenn der Mist einmal drin ist, dann bleibt er auch drin. Es hilft nur eine Neuinstallation. - Mit dem bitteren Beigeschmack, daß ich nun wohl zwei von insgesamt neun Rechnern neu installiert habe, auf denen dieses Dingens drauf ist.
Wer sich nicht mehr sicher ist, ob er es drauf hat oder nicht, der schaut einfach in der Registry nach folgendem Schlüssel:
Code:
HKEY_LOCAL_MACHINE -> SOFTWARE -> fdisk -> Windows-Dienste abschalten
Ist dieser Schlüssel vorhanden, dann sichert schon mal eure Eigenen Dateien...
In Zukunft bleib ich wieder bei meiner Firewall und mache einen großen Bogen um diese Dinger die sich Dingens nennen.
Wer seinen Rechner wirklich nur als Einzelplatz-PC benutzt und jetzt schon weiß, daß er auch in Zukunft die Kiste niemals an einem Netzwerk betreiben wird, der kann es installieren und sich im Web rund rum sicher fühlen.
Jeder andere sollte erst ein Backup seines Systems machen und das Tool ausgiebig testen.