Einleitung:
Oder besser: Kurzer Rückblick auf die Geschichte der Grafikkarten...
Die Grafikkartenhersteller haben sich mit der neuen ATI-/nVidia-Generation hinsichtlich der Modellpolitik mal wieder selbst übertroffen. Dass man sich nicht mehr nur auf die Modellnummer bei der Leistungsklasse beschränkt, weiß man seit der 2er Generation der GeForce. Da gab es erstmals nicht nur eine "2" für die Modellbezeichnung, sondern auch innerhalb der Generation eine Unterscheidung. Man hatte die Qual der Wahl zwischen Standardmodell (MX, MX 100, MX 200, MX 400) Mittelklasse (GTS, Pro) und High-End (Ti, Ti VX, Ultra). Dieses Schema setzte sich bei ATI anno dazumal fort. Die 2000 eingeführte Radeon-Generation bestand damals aus unterschiedlichen Modellbezeichnungen und innerhalb dieser gab es noch mal Differenzierungen. So konnte man zum Beispiel die X-Generation (zweite Radeon-Serie) als Standardmodell (X3xx, X5xx), als Mittelklasse (X6xx, X7xx) und als High-End (X8xx) in folgenden Versionen kaufen:
- CF – Crossfire-Masterkarte
- SE – abgeschwächte Standard-Version, das langsamste Modell eines Segmentes
- LE – leicht abgeschwächte Standard-Version
- GT – Budgetversion eines Chips mit deaktivierten Quads, langsamer als die „Standard“-Version
- [kein Suffix] – „Standard“-Version
- Pro – Budgetversion eines Chips, leistungsfähiger als die „Standard“-Version
- GTO – Chip im High-End-Segment, ein Quad deaktiviert, leistungsschwächere XL-Version
- XL – Leistungsfähigerer Chip im High-End-Segment, alle Quads sind aktiviert, jedoch etwas leistungsschwächer als die XT-Version
- XT – Leistungsfähigerer Chip in allen Segmenten, alle Quads sind aktiviert
- XT PE (PE: Platinum Edition) – Der leistungsfähigste Einkernchip im High-End-Segment
(Informationen aus
Wikipedia.de)
Sage und schreibe 10 (!) unterschiedliche Versionen gab es damals zu vergleichen. Diese Grafikkartengeneration bescherte unserem Forum auch nachhaltig einige Threads, in denen auch versierte User ihr Leid klagten und sich im viel zitierten "Grafikkartendschungel" nicht zurechtfanden.
ATI gelobte Besserung, konnte sich allerdings nie wirklich vom Wirwarr befreien. nVidia hingegen lernte, nach einer lange anhaltenden Phase mit teilweise in sich widersprüchlichen Modellbezeichnungen, endlich Schluss mit diesem Unsinn zu machen.
Die GeForce 100- und 200er Serie besitzt keine ellenlangen Suffixvariationen mehr, es gibt endlich wieder klare Kategorien. Man hat diese kurzerhand gestrichen und eingesehen, dass kein Mensch diese Vielfalt wirklich braucht.
Ok, zurück zu den Wurzeln also. Denn was nach wie vor zählt, ist die Leistung, die man mit der Grafikkarte erzielen kann und da hilft kein Etikettenschwindel. Hier sind nackte Daten und Zahlen gefragt...