Intel gegen AMD, der Schlagabtausch der beiden Erzrivalen geht in eine neue Runde. Intel hat ganz offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht und mit den Core 2 Duos endlich leistungsfähige und sparsame Prozessoren im Portfolio.
Mit dem AW9D-MAX bietet der Hersteller ABIT einen adäquaten Unterbau, der sein Potential recht eindrucksvoll gezeigt hat. Probleme mit der verwendeten Hardware waren eine komplette Fehlanzeige und das vom ersten Start des Systems an!
Und weiter geht es mit dem Lob, denn positiv anzurechnen ist auch die Verwendung einer passiven Kühllösung auf dem Mainboard. Die Temperaturen sind stets im Rahmen, da die Heatpipes sehr effizient kühlen. Lediglich der Betrieb über Kopf ist so nicht möglich, aber bei der geringen Verbreitung von BTX-Gehäusen wohl auch eher die Ausnahme als die Regel.
Die Gestaltung ist gewiss Geschmackssache, doch verleihen das schwarze PCB, die konsequent schwarze Farbgebung und die martialisch anmutenden Kühlkörper der vorbeschriebenen Kühllösung der Platine eine sehr edle Anmut. Das Layout wirkt durchdacht und könnte ohne den Fehler des einsamen und zudem noch schlecht platzierten PCI-Slots als nahezu perfekt bezeichnet werden. Zugegebenermaßen ist auch der Floppyanschluss nicht optimal positioniert, durch die Beigabe des überlangen Kabels von Abit jedoch recht geschickt entschärft worden. Hinzu kommt, dass das Floppy mit Windows Vista wohl gänzlich ausgedient hat.
Auch die Ausstattung soll nicht unerwähnt bleiben, wobei es hier auch nur wieder Lob hagelt. Die Platine weist kein Un-Feature auf, soll heißen, dass alles, was auf dem Board verbaut ist, auch wirklich sinnvoll nutzbar ist. Als Beispiel für ein Un-Feature kann man bei vielen Baords den zweiten LAN-Port anführen, wenn er über den langsamen PCI-Bus angeschlossen ist und somit eher erbärmliche Leistungswerte erzielt.
Ein Feature, das bisher unerwähnt blieb ist die mitgelieferte µGuru Software. Mit dieser lässt sich das System aus Windows heraus "on the fly" über- oder untertakten. Es bietet die Möglichkeit, mehrere vom Anwender zu definierende Profile anzulegen, die dann bei der jeweiligen Anwendung aufgerufen werden können. So lässt sich z.B. für das Betrachten einer DVD das System auf die niedrigsten Leistungswerte untertakten und gleichzeitig sämtliche Lüfter auf leisesten Betrieb stellen, damit die Geräuschkulisse dem perfekten Filmgenuss nicht entgegen steht. Ein echter Mehrwert gegenüber vergleichbaren Hersteller-Tools.
Die Beigaben im Karton bieten ebenfalls keinen Anlass für Kritik, denn sie sind nicht nur als komplett, sondern auch als üppig zu bezeichnen. Es sei an dieser Stelle nur nochmal beispielhaft erwähnt, dass für alle sieben internen SATA-Anschlüsse ein Kabel beiliegt.
Aufgrund der Ausstattung und des umfangreichen BIOS richtet sich das AW9D-MAX ganz klar an die Enthusiasten. Die von uns erzielten Ergebnisse sind zugegebenermaßen keine Seltenheit in der Welt der Core 2 Duos, doch die Leichtigkeit, mit der diese nicht unerhebliche Leistungssteigerung erreicht wurde, wusste zu beeindrucken. Auch haben wir das Gefühl, dass in Sachen OC bei diesem Board noch nicht das letzte Wort gesprochen ist...
Der überragende Gesamteindruck wird auch vom Preis nicht getrübt, mit derzeit knapp unter 200 Euro ist das Board sicherlich kein Sonderangebot, aber in guter Gesellschaft i975X-basierter Platinen anderer Hersteller und in Anbetracht der gebotenen Leistung und Ausstattung nicht zu bemängeln.
| Pros | | Cons |
| Hohe Performance | ++ | Einziger PCI-Slot wird unbrauchbar beim Einsatz einer zweiten Grafikkarte mit Zwei-Slot-Kühlung | - |
| Lautlose Kühlung | ++ |
| Gutes Layout | + | Lage des Floppy-Anschlusses | - |
| Durchdachte Lüftersteuerung | ++ | | |
| OC-Eigenschaften | ++ | | |
| Sehr gute Ausstattung | ++ | | |
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Somit bleibt uns gar keine andere Wahl als dem ABIT AW9D-MAX unseren High-Tec Oscar zu verleihen.
