Wer derzeit von den mittlerweile verbreiteten 22-Zoll Widescreen Bildschirmen vor hat, auf einen 24-Zoll Monitor umzusteigen, wird spätestens bei den Preisvergleichen staunen, wo sich Bildschirme von 199 Euro bis weit über 600 Euro finden...
Wir haben zwei Bildschirme der LowCost-Klasse für den Eigenbedarf gekauft und wollen Euch unsere Meinung dazu natürlich nicht vorenthalten.
Yuraku Yur.Vision YV24WBH1 Zitat:
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Helligkeit: 300cd/m² • Kontrast: 800:1 • Reaktionszeit: 6ms • Blickwinkel: 180°/180° • Panel: TN+Film (durch den Hersteller bestätigt)
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Um diesen "Billig"-TFT ranken sich die Gerüchte. Bis vor circa einem Jahr wurden in den Yuraku Yur.Vision 24 Zollern trotz des schon damals extrem günstigen Preises tatsächlich MVA-Pannels verbaut, welche natürlich deutlich bessere Bildeigenschaften hatten, als die zu der Zeit erhältlichen TFT-TN Pannels. Einziges Manko war, dass die MVA-Pannels für schnelle Actionspiele nicht immer ideal waren, da durch die technischen Eigenschaften von MVA-Pannels eine gewisse Nachleuchtzeit gegeben ist, die mal schlimmer und mal besser ausfiel.
Yuraku verbaut inzwischen TN-Pannels, die leider nicht so hochwertig mit Farbteue und Ausleuchtung sind, dafür aber auch das Nachleuchtproblem nicht mehr haben.
Unser Monitor ist mit einem TN-Pannel ausgestattet. Wer es genau wissen möchte, kann durch drücken und halten der Menü-Taste und Plus drücken das Systemmenü aufrufen, in dem die Pannelrevision angezeigt wird. Dort lässt sich auch noch einiges mehr einstellen, was dem normalen User normalerweise verborgen bleibt, es ist jedoch Ratsam, dass sich hier nur erfahrene Nutzer ranwagen!
Wer einen Monitor kleiner 22 Zoll hat, wird vom Yuraku erschlagen. Das äussere Design wirkt akzeptabel, wobei der Bildschirm komplett aus mattem Kunststoff gefertig ist, was ihn ein wenig "billig" wirken lässt, aber auch sehr leicht macht. Von vorn wirkt der Yuraku sauber und elegant, auch wenn er nicht unbedingt der Schmalste ist.
Das Gesamtbild bei 1920x1200 wirkt relativ gleichmäßig und - was man zugute halten muss - die Leuchtkraft ist sehr gut, wie man auf dem Foto ohne Blitz erkennen kann.
Der Yuraku hat die üblichen TN-Pannel Schwächen, die vermutlich jeder günstige TFT der 24-Zoll Klasse mit sich bringt. Die Ausleuchtung ist leicht ungleichmäßig, an den Rändern bei vollschwarzem Bild heller als im Mittelbereich und das TN-Pannel hat einen schlechten Blickwinkel von unten (!), wodurch der Bildschirm sich nicht so sehr dafür eignet, höher gestellt zu werden als der Betrachter.
Das Helligkeits-, Kontrast- und Farbmanagement entspricht dem Standard. Die Farben sind beim Yuraku deutlich (!) kräftiger als z.B. beim Fujitsu Siemens H22-1W, der uns als Vergleich diente, wer scharfe und kräftige Farben nicht mag, sollte von diesem Bildschirm absehen.
Wem der Bildschirm zu hell ist, der sollte die Farben (R32, G32, B40) nachregeln, da zu wenig Kontrast oder Helligkeit direkt sich negativ auf das Gesamtbild auswirken.
Gesamteindruck:
Der Yur.Vision ist für gerade mal 199 Euro mit einer der billigsten derzeit erhältlichen 24-Zoll Bildschirme. Die Verarbeitung ist in Ordnung, wirkt aber entsprechend dem Preis auf den ersten Blick etwas billig, von vorn kann der Yur.Vision mit seinem schlicht elegantem Design aber sicherlich überzeugen.
Die üblichen Schwächen diverser TN-Pannels sind kein Geheimnis, speziell was Ausleuchtung und Blickwinkel betrifft. Wer gerade vor dem Bildschirm sitzt, wird da aber eher kein Problem haben.
Positiv finden wir die kräftigen Farben, die zwar je nach Referenz sicher nicht ganz dem Original entsprechen, aber dafür warm und füllig wirken. Natürlich ist das reine Eindruckssache, aber wir finden - lieber so, wie zu blass. In unserem Fall haben wir die Farben sogar runtergeregelt, um einerseits mehr an unsere etwas "blassere" Referenz zu kommen und um die Helligkeit, die sehr großzügig bemessen ist, nachzuregeln.
Der Yuraku besitzt laut diversen Besichten sogar eine Helligkeit von ca. 430cd/m² (effektiv), was deutlich über der Herstellerangabe liegt und dem Einen oder Anderen sogar zu hell sein mag, daher ist ein Nachregeln - soweit möglich - fast erforderlich.
Zur Reaktionszeit von 6ms wäre zu sagen, dass keinerlei Schlieren oder Nachleuchteffekte bei unserer Beben III -Testsession auf den Spacemaps aufgetreten sind.
Für den kleinen Geldbeutel, dessen Besitzer nicht zu hohe Ansprüche hat, ist der Yuraku 24-Zöller sicherlich empfehlenswert. Wer die üblichen Schwächen günstiger TN-Pannels kennt und damit leben kann bzw. sich darauf einstellt, wird lange Freude daran haben.
Im Lieferumfang befinden sich erfreulicherweise neben Audio Klinke- und Chinch auch DVI zu HDMI-Kabel, womit besitzer einer neueren Grafikkarte den Bildschirm digital anschließen können.
Die Geizhals-Bewertungen sprechen von 78% positiv, wobei sich auch da die Geister zwischen TN- und MV-Pannel scheiden mögen. Wer online bestellt, kann ausserdem im Zweifelsfall von seinem Rückgaberecht Gebrauch machen.