• AMDs Fiji-XT-GPU muss offenbar konstruktionsbedingt mit 4 Gigabyte HBM-Speicher auskommen

    Wer ein wenig die Entwicklung bei AMD im Auge behält, wird bereits festgestellt haben, dass auf den Roadmaps der kommenden R300-Serie die Top-Modelle mit Fiji-XT-Chip nur mit vier Gigabyte HBM-Videospeicher bestückt sind. Während es aktuell sogar Hawaii-Modelle in Form der Radeon R9 290X mit 8 Gigabyte Videoram gibt, ist diese Entwicklung zwar ungewöhlich, hat aber auch einen Grund



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    Wie bereits diverse Benchmarks von aktuellen Titeln wie "Watch Dogs" aufzeigen, dass auch bei kommenden Triple-A-Spieletitel mehr als vier Gigabyte Videospeicher durchaus hilfreich sein können, um auch auf Ultra-HD-Monitoren mit maximalen Details flüssig spielen zu können, wollen die Kollegen von fudzilla.com herausgefunden haben, dass die kommenden High-End-Grafikkarten mit dem Fiji-XT-Grafikchip maximal 4 Gigabyte Viedeospeicher aufweisen sollen. Doch bei Fiji-XT wird nicht irgendein Videospeicher verwendet, sondern der neue High-Bandwith-Memory (HBM), welcher auf dem Interposer neben der GPU gestapelt wird.


    Und genau dort soll derzeit die technische Schwierigkeit liegen, dass noch mehr RAM zur Verfügung gestellt werden kann. Offenbar können nur vier der neuen HBM-Speicher übereinander gestapelt werden, da das Konstrukt auf dem Interposer zu groß werden würde. Die Hynix-Speicherchips, die AMD bei Fiji-XT einzusetzen plant, haben eine Kapazität von acht Gigabit, wodurch nur insgesamt vier Gigabyte HBM-Videospeicher möglich sind.



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    Sicherlich könnte man die Speicherkapazität durch weitere, herkömmliche GDDR5-Videospeicher erhöhen, um auf mehr als vier Gigabyte zu gelangen, doch wäre dieser Weg eher als suboptimal anzusehen, da der GDDR5-Videospeicher gegenüber der HBM-Speichertechnologie, welche mit einem Speicherinterface von 4.096 Bit arbeitet, deutlich langsamer arbeiten würde. Damit hätte man ein ähnliches Problem, durch welches Nvidia derzeit bei seiner GeForce GTX 970 für Aufmerksamkeit gesorgt hat.


    Einzig die Radeons R9 380 sowie R9 380X könnten neben ihrer geplanten vier Gigabyte GDDR5-Speicher-Version noch eine weitere mit acht Gigabyte GDDR5-Videospeicher erhalten, da der dort eingesetzte "Granada-Chip" höchstwahrscheinlich ein Rebranding der Hawaii-Generation darstellt. Dafür müssen Käufer der R9 380 sowie R9 380X auch auf den schnellen HBM-Speicher verzichten.

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    AMDs Fiji-XT-GPU muss offenbar konstruktionsbedingt mit 4 Gigabyte HBM-Speicher auskommen

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    Es wird sich zeigen müssen, ob HBM in der Lage sein wird, in aufwendigen Anwendungen den Speicher schnell genug leeren zu können. Wenn dies der Fall sein sollte, dürften auch vier Gigabyte Videospeicher vorerst ausreichen.Jetzt kommentieren!
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    1. Avatar von White
      White -
      Die werden sicherlich noch das Problem der Speicherbegrenzung lösen und mehr Speicher als 4GB bieten.
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