• AMD Quartalsbericht zeigt erschreckende Verluste durch wegbrechende Umsätze

    Als Intels einzig verbliebener Hauptkonkurrent im weltweiten Prozessormarkt zeigen sich in AMDs aktuellen Quartalsbericht erschreckende Verluste innerhalb des letzten Jahres. Obwohl auch Intel als Weltmarktführer im Prozessormarkt mit derzeitigen Umsatzschwierigkeiten zu kämpfen hat, steht es um AMD wesentlich schlechter. Wo Intel seine Umsatzeinbrüche durch das Server-Geschäft etwas abfedern konnte, reicht AMDs Bereitstellung für von Hardware für die Spielekonsolen PlayStation 4 sowie Xbox One bei weitem nicht aus, um auch nur ansatzweise die noch im Januar prognostizierten Quartalszahlen zu erreichen



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    Der Chiphersteller AMD hat im Laufe der letzten Nacht sämtliche Zahlen des ersten Quartals 2015 veröffentlicht, aus denen ersichtlich wird, dass es dem Unternehmen deutlich schlechter ergeht, als bisher angenommen. Während der Umsatz im Vorjahresquartal noch bei freudigen 1,4 Milliarden US-Dollar gelegen hat, sollen jetzt gerade einmal 1,03 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet worden sein, was einem Rückgang von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und 17 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2014 entspricht. Damit beträgt der damit verbundene operative Verlust laut Aussage von AMD stolze 137 Millionen US-Dollar, welcher zwar im Vergleich zum vierten Quartal 2014 deutlich (330 Millionen US-Dollar Verlust) reduziert werden konnte, aber nicht mehr mit den 49 Millionen US-Dollar Gewinn aus dem Vorjahreszeitraum verglichen werden kann.


    Im Zuge der Präsentation der Bilanzen soll Lisa Su - CEO von AMD - betont haben, dass man sich weniger mit der Vergangenheit aufhalten und stattdessen in die Zukunft blicken solle. Ziel ist es, gute Produkte herzustellen, die Beziehungen zu den Kunden zu festigen und im Allgemeinen die Geschäftsstrukturen zu verschlanken. Dadurch soll es AMD möglich sein, schon in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres deutlich besser aufgestellt zu sein. Sicherlich ist Optimismus immer ratsam, aber anhand dieser erschreckenden Ergebnisse ist es schwer, noch daran zu glauben.


    Gerade bei den PC-Prozessoren sowie Grafichips soll es besonders schlimm aussehen, da beide Bereiche einen Umsatzeinbruch von 38 Prozent zu verzeichnen haben. Selbst AMDs Hoffnung, aufgrund des GeForce GTX 970-Debakels etwas Aufwind zu bekommen, hat sich nicht erfüllt, denn wo keine neuen Grafikchips da sind, kauft auch kein Kunde mehr. Demzufolge wird es Zeit, dass AMD seinen neue Grafikkarten-Generation der Radeon R9-3xx-Serie schnellstmöglich auf den Markt bringt. Hinsichtlich der PC-Prozessoren sieht es noch viel schlimmer aus, da die derzeit aktuellen Chips auch nur einen Aufguss einer Technik darstellen, die bereits 3 Jahre und älter ist. Und seien wir mal ehrlich, eine Prozessorgeneration wie Zen anzukündigen, die alles bisherige überflügeln soll ist leicht, doch diese Ankündigung auch zeitnah in die Tat umzusetzen oder zumindest Zwischenergebnisse zu liefern, das ist dann schon ein anderes Thema.


    Da es AMD derzeit an finanzieller Sicherheit respektive Reserven zu fehlen scheint, ist es auch kein Wunder, dass das Unternehmen als potentieller Übernahmekandidat gehandelt wird. So traurig es klingt, aber vielleicht ist es doch das Beste, wenn sich AMD übernehmen lassen wird, damit die Innovationen auch zukünftig gerettet werden können.

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    Meinung des Autors
    AMD steht schlechter da als bisher angenommen, doch wenn keine neuen Produkte veröffentlicht werden, tritt man auf der Stelle. Ob AMD aus den eigenen Quartalszahlen jetzt seine Lehren zieht und die Entwicklung etwas beschleunigt, halte ich persönlich für sehr unwahrscheinlich, denn Forschung und Entwicklung kostet Geld, Geld welches nicht vorhanden ist. Obwohl ich persönlich gegen eine mögliche Übernahme durch raffgierige Konzerne wie Samsung bin, halte ich es mittlerweile für die besste Option, um auf der anderen Seite eine endgültige Monopolstellung seitens Intel zu vereiteln.Jetzt kommentieren!
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