• AMD stellt mit Radeon Fury, Fury X, Fury Nano sowie Fury X2 seine neue Flaggschiff-Klasse vor

    Obwohl zu AMDs neuer Grafikkartengeneration bereits im Vorfeld ein paar wenige Informationen zu den Spezifikationen durchsickern konnten, hat es der Chip-Hersteller doch ganz gut hin bekommen, die wichtigsten Informationen bis zu ihrer kürzlichen Live-Veranstaltung im Rahmen der E3-Spielemesse zurückzuhalten. Die bisherigen Vermutungen, dass es sich bezüglich des Fiji-Lineups nur um die beiden Modelle Fury und Fury X handelt, wurden jetzt durch insgesamt vier Grafikkartenmodelle bestätigt. Alle neuen Modelle der Fury-Serie setzten dabei nicht nur auf den neuen High-Bandwith-Speicher (HBM), sondern auch auf eine deutlich verbesserte Performance pro Watt Leistung sowie stark überarbeitete Kühlsysteme, wobei die luftgekühlten Modelle mit den leisesten, jemals von AMD hergestellten Stock-Kühlern ausgestattet sein sollen



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    AMDs neu vorgestellten Grafikkarten-Flaggschiffe der Fury-Reihe setzen ausnahmslos auf den neuen Fiji-Chip, welcher insgesamt auf 8,9 Milliarden Transistoren auf einer Chipfläche von 596 Quadratmillimetern setzt, womit es AMD tatsächlich geschafft hat, den aktuell komplexesten Grafikchip zu konstruieren. Inklusive Interposer soll Fiji auf 1.011 mm² kommen. Nvidias aktueller GM200-Chip kommt zum Vergleich auf acht Milliarden Transistoren auf einer Fläche von 601 mm².



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    Als erstes wird die Radeon R9 Fury X im Handel erwartet, welche zugleich das Single-Core-Flaggschiff der Serie darstellen wird. Da man die Karten derart übertakten kann, als gäbe es kein Morgen mehr, soll sich die GPU zum Traum für Overclocker avancieren. Sowohl bei der Kühlung als auch bei der Spannungsversorgung wurden genügend Reserven gelassen, dass selbst die Hardware-Enthusiasten aus den Staunen nicht mehr herauskommen sollen. Während AMD den GPU-Takt auf "bis zu" 1.050 Megahertz beziffert - was einer Single-Precision-Rechenleistung von 8,6 Teraflops entspricht - soll sich die typische Leistungsaufnahme auf bis zu 275 Watt beschränken. Dadurch würde das neue Spitzenmodell zwar marginal mehr Strom als das bisherige Flaggschiff Radeon R9 290X ziehen (250 Watt), doch auch deutlich mehr Leistung mit sich bringen. Wie viel schneller die neue Fury X sein wird, soll sich allerdings erst ab dem 24. Juni diesen Jahres zeigen können, wenn die Karte im Handel gelistet wird wodurch erste Benchmark-Tests stattfinden können. Mit einer Preisvorstellung von etwa 649 US-Dollar positioniert sich die neue Fury X eins zu eins gegen Nvidias Flaggschiff GeForce GTX 980 Ti.


    Ab dem 14. Juli soll dann die Radeon R9 Fury (Non-X) folgen, bei der es sich um eine leicht abgespeckte Variante der Fury X handeln soll. Obwohl hier die angegebenen Spezifikationen seitens AMD noch nicht ganz bestätigt scheinen, soll sich der darin verbaute Fiji Pro Chip vermutlich mit 60 CUs und 3.840 Shadereinheiten begnügen müssen, was allerdings immer noch vollkommen ausreichen wird, um Nvidias GeForce GTX 980 (Non-Ti) das Fürchten zu lehren. Schon alleine der Preis, welcher mit 549 US-Dollar angegeben wird, veranlasste Nvidia eine kürzliche Preisanpassung seiner GTX 980 von 549 auf 499 US-Dollar.



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    Die wohl mit Abstand interessanteste Grafikkarte aus dem Portfolio stellt zweifelsohne die neue Radeon R9 Fury Nano dar, welche für das dritte Quartal 2015 angekündigt ist. Die Performance pro Watt soll sich bei diesem Modell gegenüber der R9 290X mit ihrem Hawaii-Chip verdoppeln. Etwas schneller als die R9 290X soll sie allerdings nur eine maximale Leistungsaufnahme von 175 Watt aufweisen und dabei nur maximal 6 Zoll in der Länge messen. Während sich bisherige Mini-ITX-Grafikkarten auf Mittelklasse-Modelle der R7 360 oder Nvidia GTX 750 -Sparte beschränken mussten, wird die kleine Fury Nano ein Novum darstellen, das selbst in die kleinsten Mini-ITX-Systeme eine brachiale Rechenleistung bringen kann. Ob an dem Gerücht, dass AMD diesen Grafikchip auch in zukünftigen Gaming-Notebooks anbietet, etwas dran sein soll, hat AMD bislang noch nicht offiziell bestätigt - vorstellbar und für viele wünschenswert wäre es allerdings.



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    Zugleich hat Lisa Su - ihres Zeichens CEO bei AMD - ein Vorserienmodell der R9 Fury X2 mit gleich zwei Fiji-XT-Chips präsentiert, welche nicht nur kleiner als manch eine Single-GPU mit herkömmlichen GDDR5-Speicher ausfällt, sondern der wohl schnellste Pixelbeschleuniger der Welt werden. Da es sich hierbei aber immer noch um einen Prototyp handelt, kann man davon ausgehen, dass sich AMD zumindest die Option einer Dual-GPU in Reserve hält, sollte sich die Fury X eben nicht so eindeutig von der Nvidia GeForce GTX Titan X absetzen können. Allerdings scheint das auch wieder eine Gewaltlösung zu werden, welche sich dann zwar die leistungsstärkste Grafikkarte der Welt nennen kann, aber auch mit einer TDP von mindestens 375 Watt, wenn nicht sogar deutlich mehr, zurecht kommen muss.



    Grafikkarte
    R9 Fury X2
    R9 Fury X
    R9 Fury
    R9 Fury Nano
    GPU
    2x Fiji XT Fiji XT Fiji Pro Fiji (vermutlich Pro)
    Streaming-Prozessoren
    2x 4096 4096 vermutlich 3.840 unbekannt
    TMUs
    2x 256 256 unbekannt unbekannt
    ROPs
    2x 64 64 64 unbekannt
    Speicher
    2x 4GB HBM 4GB HBM 4GB HBM 4GB HBM
    Speicherbandbreite
    2x 512 GB/s 512 GB/s 512 GB/s unbekannt
    TDP
    > 375 W 275 W 250 - 275 W 175 W
    Kühlung
    Kompakt-WaKü Kompakt-WaKü WaKü und LuKü WaKü & LuKü
    Release
    Herbst 2015? 24. Juni 2015 14. Juli 2015 Q3 2015
    Preis
    unbekannt 649 US-Dollar 549 US-Dollar unbekannt



    Alles in allem dürfte AMD mit der neuen Fury-Reihe ein großer Wurf gelungen sein, insofern man die zur Live-Veranstaltung gezeigten Leistungswerte in dem Spiel Far Cry 4 miteinander vergleicht. Während eine GeForce GTX Titan X als Nvidias stärkste Single-Core-GPU in 4K-Auflösung mit allesn settings auf "Ultra" 42,1 FPS aufzeigen kann, soll die Fury X im worst case 43 FPS erreichen. Im Durchschnitt können allerdings schon 54 FPS erreicht werden, was hoffen lässt. Wirkliche Gewissheit bezüglich der Leistung werden allerdings erst die gemischten Benchmark-Tests ab dem 24. Juni zeigen können.



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    Mit Bild und Material von videocardz.com
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    Meinung des Autors
    Insofern die bisher gezeigten Daten auch das halten, was sie versprechen, ist AMD ein riesiger Wurf gelungen. Die neuen Grafikkarten des Fury-Lineups verdeutlichen mal wieder, dass es AMD nicht verlernt hat, großartiges zu leisten. Die Weichen für eine erneute glorreiche Zeit scheinen gestellt zu sein. Ich werde mir auf jeden Fall eine Fury gönnen, fragt sich nur noch, welche aus dem Lineup. Da mir die Dual-GPU aber irgendwie zu viel Strom frisst, wie es schon immer mit solchen Modellen gewesen ist, bleibt eigentlich nur noch die Fury X oder Fury (non-X) übrig. Allerdings sollte man warten, bis sich die Preise gelegt haben. Nvidia kommt jetzt auch in Zugzwang, wodurch auch dort die Preise purzeln dürften.Jetzt kommentieren!
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