• Netzteilkauf: Tools zur Berrechnung des Gesamtstromverbrauchs können Hilfestellung bei der Auswahl geben

    Jedes Computersystem ist anders konfiguriert und einhergehend können die Anforderungen an den Stromverbrauch ebenfalls unterschiedlich ausfallen. Dabei kommt es nicht einmal so sehr darauf an, ob der Computer von der "Stange" oder auch selbst zusammengestellt ist. In einigen Fällen sind die Stromspender derart überdimensioniert, dass es bei der Anschaffung eines solchen den Geldbeutel stark belastet. Den schlimmeren Fall stellt aber ein unterdimensioniertes Netzteil dar, welches den Rechner zu Abstürzen und im so genannten "worst case" zu einer Beschädigung des Systems führen kann



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    Im Internet lassen sich mittlerweile sehr hilfreiche Netzteilkalkulatoren finden, die auf einfachen Wege den Gesamt-Stromverbrauch eines Systems errechnen können, insofern man natürlich sämtliche im System verbauten Bauteile kennt, beziehungsweise was zukünftig der Computer beherbergen soll. Die beiden Netzteilhersteller be quiet! und Enermax bieten beispielsweise ein solches Tool an, welche zwar viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede in der Bedienung aufzuweisen haben. Mit beiden Kalkulatoren lassen sich umfangreiche Multi-GPU- und Multi-CPU-Systeme simulieren, Overclocking-Versuche, Wasserkühlungen inklusive Pumpe, Cooling Kit und Relais sowie vieles mehr mit in die Berechnung mit einfließen.


    Viele Leser und Hobby-Schrauber können sicherlich die Aussage bestätigen, dass ein Netzteil durchaus für zwei Rechnergenerationen genutzt werden kann, also eine durchschnittliche Laufzeit von fünf bis acht Jahre kein Problem darstellen sollte. Demzufolge ist es wichtig darauf zu achten, dass man nicht zu knapp kalkuliert. Andererseits ist es aber auch unsinnig, ein 1.000-Watt-Netzteil für ein System nutzen zu wollen, welches unter voller auslastung maximal 400 Watt verbraucht.



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    der Power Supply Calculator von Enermax ist ein sehr umfangreiches und hilfreiches Berechnungs-Tool



    Beim "Power Supply Calculator" von Hersteller Enermax lässt sich zusätzlich mit in die Berechnung einfließen, wie lange das Netzteil in Betrieb sein soll. Insofern ein Netzteil länger als ein Jahr im 24/7-Dauerbetrieb genutzt werden sollte, sollte man in einem "Capacitor Aging" genannten Feld beispielsweise den Wert 25 bis 30 einsetzen, um ein möglichst exaktes Ergebnis zu bekommen, da es auch Netzteile von No-Name-Herstellern gibt, die nicht auf diese Spezifikation des 24/7-Betriebs ausgelegt sind.


    Der "PSU Calculator" vom Hersteller be quiet! hat den großen Vorteil, dass er in deutscher Sprache verfügbar ist, ob seine einfache Bedienung und nicht ganz so umfangreiche Berechnung als Nachteil anzusehen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die wichtigsten Faktoren berechnet aber das Tool von be quiet! allemal.



    https://www.teccentral.de/artikel-attachments/21844-be-quiet-psu-calculator.jpg

    der PSU Calculator von be quiet! ist übersichtlich uns einfach zu bedienen, zusätzlich kann man zwischen Experten- und Quick-Modus wechseln



    Aus dem Hause Enermax kommt der "Power Supply Calculator", welcher neben vielen asiatischen Sprachen wie Koreanisch, Chinesisch und Japanisch nur in englischer Sprache zu bekommen ist, setzt zumindest ein paar Englisch-Kenntnisse für die Bedienung und das Verständnis voraus. Also großen Pluspunkt kann man seinen Funktionsumfang bezeichnen.


    Beide Tools verpflichten aber nicht, ein neues Netzteil des jeweiligen Herstellers zu kaufen, sie dienen lediglich als Hilfestellung bei der Berechnung, da man schnell ein Netzteil kauft, was durch Sparmaßnahmen dann vielleicht zu schwach auf der Brust sein könnte.



    Nochmal der Hinweis: Bitte nicht übertrieben kalkulieren aber auch nicht zu knapp, da der nächste Computer bei guter Pflege ebenfalls noch von diesem Netzteil betrieben werden kann. Da heutzutage die Prozessoren bei leicht steigender Leistung immer stromsparender werden, sollte ein Überschuss an 200 bis 300 Watt ausreichen, um eventuell mal noch eine Festplatte oder zweite Grafikkarte nachrüsten zu können, ohne das Netztteil austauschen zu müssen.
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    Kommentare
    1. Avatar von Rainerscha
      Rainerscha -
      Das ist mal ein interessantes Tool. Wenn man ein System selbst zusammen bauen will, ist sowas sehr hilfreich. Coole Sache!
    1. Avatar von Troost
      Troost -
      Bei den genannten Tool braucht man selber schon gar nix mehr "übertreiben" das tuen die schon selber...
      Wenn man da ein NT empfohlen bekommt, kauft man am besten dann das empfohlene 1-2 Nummern kleiner.
      Und eine Aufschlag für eine 2te Graka würde ich nie mit reinnehmen, den entweder man kauf direkt 2 inkls. passendem NT oder man machts eh nie. Und bis man das dann in erwägung zieht gibt neuere schnellere und sparsamere Grafikkarten..

      Der einzige der brauchbare und nicht übertriebene Werte will sollte diesen hier nutzen:
      eXtreme Power Supply Calculator

      Leider aber nur in englisch.
      Als Beispiel wird bei Bequiet für mein System 735W ausgegeben, bei meinen nur reale 515W
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