• Beste Grafikkarten 2014: Entscheidungshilfe für jeden Geldbeutel

    Durch ihre enorme Rechenleistung gehören Grafikkarten neben dem Hauptprozessor (der CPU) zu den wichtigsten Komponenten in einem Desktop-System. Während ein Gaming-PC abhängig von seinem Einsatzzweck eine schnelle Grafikkarte benötigt, kann ein Office-Rechner auch schon mit der im Hauptprozessor integrierten GPU zurecht kommen. Im Jahr 2014 hat sich einiges im Grafikkartenmarkt getan, weshalb wir euch aufzeigen wollen, wo die Preis-Leistungssieger in den jeweiligen Budget-Klassen zu finden sind



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    Da der Grafikkartenmarkt aufgrund der mittlerweile viel zu vielen erhältlichen Modelle sehr unübersichtlich geworden ist, und vielen einfach die Zeit dafür fehlt "up-to-date" zu bleiben, wird meist Hilfe von außerhalb benötigt. Das Team von Teccentral hat sich jetzt genau dieser Aufgabe gewidmet und zeigt euch in den Preiskategorien bis 100 Euro, bis 150 Euro, ab 150 Euro, ab 250 Euro und ab 600 Euro Empfehlungen respektive auch die darin enthaltenen Preis-Leistungssieger.



    Grafikkarten bis 100 Euro:


    Grafikkarten bis 100 Euro müssen nicht schlecht sein und sind durchaus in der Lage, auch aktuelle Games auf einem Full-HD-Monitor wiedergeben zu können, dann allerdings selten mit maximalen Details beziehungsweise Bildverbesserungsverfahren. Die derzeit schnellste erhältliche Grafikkarte unter 100 Euro stellt die AMD Radeon R7 260X dar, welche allerdings von der marginal langsameren Nvidia GeForce GTX 750 dicht verfolgt wird. Der Vorteil der Nvidia-Karte liegt in dem besseren FPS/Watt-Verhältnis, da die GTX 750 die erste, auf dem Maxwell-Chip basierende Grafikkarte ist. Passiv gekühlte Modelle mit gleicher Leistung lassen sich die Hersteller gesondert bezahlen, so dass diese nicht mehr in der Klasse bis 100 Euro zu finden sind.



    AMD Radeon R7 260X (1.024 Megabyte GDDR5) ab 95 Euro

    Nvidia GeForce GTX 750 (1.024 Megabyte GDDR5) ab 90 Euro



    Grafikkarten bis 150 Euro


    In der Preisklasse bis 150 Euro lässt sich mit der GeForce GTX 750Ti ein Nvidia-Modell finden, welches gegen AMDs Radeon R9 270 sowie R9 270X antreten muss. Das Nvidia-Modell ist leistungstechnisch den AMD-Modellen zwar unterlegen, aber wie schon bei der 100-Euro-Klasse kann Nvidia auch hier wieder das bessere FPS-pro-Watt-Verhältnis aufstellen. Die GTX 750 Ti lässt sich von der Leistung her mit der älteren GeForce GTX 560Ti vergleichen, nur dass das neue Haswell-Modell mit einer TDP von 55 Watt nur ein Drittel des Stroms für sich beansprucht. Die Konkurrenz aus dem Hause AMD verballert auch hier mit 150 Watt TDP (R9 270) respektive mit 185 Watt TDP (R9 270X) das Dreifache an Strom, kann sich aber auch mit höheren FPS-Raten von der Nvidia-Konkurrenz distanzieren. Wer es lieber lautlos mag, findet in dieser Preiskategorie auch vernünftige passiv gekühlte Exemplare, wobei hier die GeForce GTX 750Ti KalmX aus dem Hause Palit zu nennen wäre.



    Nvidia GeForce GTX 750Ti KalmX (2 GB GDDR5 passiv) ab 135 Euro

    Nvidia GeForce GTX 750Ti (2 GB GDDR5 aktiv) ab 120 Euro

    AMD Radeon R9 270 (2 GB GDDR5) ab 133 Euro

    AMD Radeon R9 270X (2 GB GDDR5) ab 149 Euro



    Grafikkarten ab 150 Euro



    Ab 150 Euro lassen sich Grafikkartenmodelle mit einem drei Gigabyte großen Videospeicher finden, was schon in Richtung Oberklasse geht. Viele ältere Modelle, darunter hauptsächlich die AMD-Grafikkarten mussten seit der Einführung der neuen GeForce GTX 970 und GTX 980 massive Preiseinbußen hinnehmen, was den Käufer letztendlich nur erfreuen sollte. Obwohl sich in der Preisklasse zwischen 150 und 250 Euro auch die GeForce GTX 760 und GTC 770 finden lassen, gehört diese Kategorie eindeutig AMD mit seinen teils deutlich schnelleren Radeon R9 280 und R9 280X, die zudem auch das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Auch wenn die Radeon R9 280 durch die in diesem Jahr auf den Markt gekommene, leicht schnellere Modell der R9 285 abgelöst werden soll, hat das ältere Modell aufgrund seines mit drei Gigabyte um 50 Prozent größeren Videospeichers durchaus seine Daseinsberechtigung bei höheren Auflösungen. Allerdings sollte man sich mit der Kaufentscheidung nicht mehr allzu viel Zeit lassen, da beide AMD-Modellen, der Radeon R9 280 sowie der R9 280X bereits in ein End-of-Life-Statium versetzt worden sind, was soviel bedeutet, dass diese Karten nicht mehr produziert werden und nur noch die Restbestände abverkauft werden.



    Nvidia GeForce GTX 760 (2 GB GDDR5) ab 180 Euro

    Nvidia GeForce GTX 770 (2 GB GDDR5) ab 243 Euro

    AMD Radeon R9 280 (3 GB GDDR5) ab 170 Euro

    AMD Radeon R9 285 (2 GB GDDR5) ab 200 Euro

    AMD Radeon R9 280X (3 GB GDDR5) ab 200 Euro



    Grafikkarten ab 250 Euro



    In der Preisklasse der Oberklasse- und High-End-Grafikkarten lassen sich nicht mehr alle Modelle vorfinden, wie sie vielleicht noch zu Anfang des Jahres vorzufinden waren. Nvidias GeForce GTX 780 und 780Ti-Modelle wurden aus gleichem Hause durch die neuen Maxwell-Chips der GeForce GTX 970 und GTX 980 ersetzt. Nicht nur, dass der Chip schneller arbeitet, auch der Speicher ist von vormals drei, auf jetzige vier Gigabyte GDDR5 angehoben worden, was auch in aktuellen Spielen wie Watch Dogs oder Assassin's Creed: Unity echte Performanceunterschiede in höchster Auflösung mit sich bringt. Aber auch AMDs derzeitige Flaggschiffe lassen sich in dieser Preisklasse finden, die zwar momentan der überstarken Konkurrenz aus dem Hause Nvidia weder hinsichtlich der Performance noch dem Stromverbrauch etwas entgegensetzen können, aber durch die radikale Preispolitik von AMD für den einen oder anderen durchaus ein lukratives Angebot darstellen. Alle derzeitig in dieser Preiskategorie anzutreffenden Modelle bieten vier Gigabyte GDDR5-Videospeicher und besitzen über genügend Leistungsreserven, um auktuelle Games mit Supersample-AA auf einem Monitor mit 2.560 x 1.440/1.600 Bildpunkten darstellen zu können. Erst kürzlich hat AMD noch einmal seine Radeon R9 290X durch eine Speicherverdoppelung auf stolze acht Gigabyte GDDR5-Videoram aufgewertet, um Nvidia hinsichtlich der High-Performance-Games auf Ultra-HD-Auflösung den Rang streitig machen zu können, was allerdings aufgrund der mittlerweile veralteten Chip-Architektur nur bedingt etwas gebracht hat.



    AMD Radeon R9 290 (4 GB GDDR5) ab 250 Euro

    AMD Radeon R9 290X (4 GB GDDR5) ab 310 Euro

    AMD Radeon R9 290X (8 GB GDDR5) ab 372 Euro

    Nvidia GeForce GTX 970 (4 GB GDDR5) ab 300 Euro

    Nvidia GeForce GTX 980 (4 GB GDDR5) ab 495 Euro



    Enthusiasten-Grafikkarten ab 600 Euro



    Wem Single-Core-Grafikkarten einfach nicht schnell genug sind und trotzdem kein Platz für ein SLI- respektive CrossFire-System bleibt, dann gibt es für Hardware-Enthusiasten Dual-Core-Modelle sowohl aus dem Hause AMD als auch von Nvidia. Über Sinn und Unsinn braucht man sich bei einer Grafikkarte in dieser Preiskategorie nicht wirklich zu unterhalten, aber wir möchten diese hier dennoch aufgeführt wissen. Die Anwender, die sich unbedingt eine Grafikkarte mit 6, 8 oder auch 12 Gigabyte Videospeicher wünschen, dürften in dieser Preisklasse fündig werden. Nvidias GeForce Titan Black Edition sowie Titan Z sind in unseren Augen nur etwas für Nvidia-Verfechter, da die beiden Karten hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit schlichtweg zu teuer sind, auch wenn der Titan Z stolze 12 Gigabyte GDDR5 Videospeicher zugesprochen werden können. In diversen Benchmarks konnte die immer noch mehr als doppelt so teure Titan Z gegenüber der Radeon R9 295X2 ihren Mehrwert nicht wirklich überzeugend bestätigen. Während AMDs Dual-Core-Flaggschiff namens Radeon R9 295X2 von vormals knapp 1.300 Euro auf nunmehr 649 Euro gesunken ist, dürfte diesem Modell der Preis-Leistungs-Sieg in dieser Kategorie gehören.



    AMD Radeon R9 295X2 (8 GB GDDR5) ab 649 Euro

    Nvidia GeForce GTX Titan Black Edition (6 GB GDDR5) ab 870 Euro

    Nvidia GeForce GTX Titan Z (12 GB GDDR5) ab 1.399 Euro



    Fazit:


    Es ist immer vor dem Kauf ratsam, sich aktuelle Benchmarkergebnisse anzusehen, da es auch zwischen den Herstellern nicht nur zu Performance- und Preisunterschieden kommen kann, sondern auch die Kühlerqualität einhergehend mit der Tribersoftware eine entscheidende Rolle spielen kann.


    Beim Upgrade einer Grafikkarte sollte man ebenfalls bedenken, dass der Leistungssprung zwischen einer Generation in etwa nur zwischen 10 und 20 Prozent liegen kann. Nach ein bis zwei Generationen sollte man frühestens an den Neukauf einer Grafikkarte denken, da sich dann die Leistung um etwa 50 Prozent erhöht haben sollte.


    Ein Grafikkarten-Verbund wie 3-Way-SLI oder AMDs Crossfire lohnt sich auch nur, wenn mehrere Monitore gleichzeitig genutzt werden und man nicht explizit nach Microrucklern Ausschau hält. Da immer wieder Fragen aufkommen, ob sich ein SLI auf Basis von zwei Mittelklassegrafikkarten mehr lohnt als ein Single-Core-Flagschiff. Unsere Antwort lautet entschieden „NEIN“. Ein Single-Core-Flaggschiff hat keine Probleme mit Spieleprofilen, die bei einem Karten-Verbund notwendig sind, erzeugt in der Regel weniger Abwärme, weniger Lautstärke, verbraucht in der Regel auch weniger Strom und ist womöglich noch um einiges günstiger.

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    Kommentare
    1. Avatar von Ronys
      Ronys -
      guter Artikel ..
    1. Avatar von Ronys
      Ronys -
      gute Referenz
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