Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten?

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  1. Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten? #1
    Hardware - Junkie Avatar von Peter

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    Die Framerate Beschränkung auf 60 FPS in Doom III könnte weite Kreise ziehen

    Die Gründe hierfür sind nachvollziehbar: Es gab in der Vergangenheit Grafik Probleme bei extrem hohen Frameraten. Auch ist es nicht sinnvoll wenn gleiche Frames doppelt berechnet werden. So klingt es einleuchtend für eine Software, die mit 60 Hz läuft auch nur 60 Frames pro Sekunde zu berechnen (Das menschliche Auge sieht eine Folge von Bildern schon ab 30 FPS als flüssigen Film).

    Nun würde dies aber bedeuten, dass nun so ein schönes neues Spiel mit den genau gleichen 60 Fps und der genau gleichen Qualität abläuft egal ob da eine Highend Grafikkarte oder das abgespeckte Modell im Rechner läuft. Im Extremfall kann der Unterschied heute da locker über 300 Euro ausmachen oder ca. 50% zwischen einer guten Mid-Range Grafikkarte und dem Top Modell.

    Nun wird der Mainstream Markt nicht immer die Teuerste Karte sofort nach erscheinen kaufen, aber es ist schon ein deutlicher Hinweis an die Hersteller, dass Ghz. Rekorde nicht alles sind und vielleicht werben die großen Hersteller in Zukunft ja nicht mit hunderten von Fps sondern mit guter Ausstattung, stabilen Treibern, sinnvollem Zubehör, attraktiven Gamebundles. Für den Endverbraucher ist diese Entwicklung sicher nicht die schlechteste.

  2. Standard

    Hallo Peter,

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  3. Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten? #2
    Computer Doktor Standardavatar

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    60FPS ist in meinen Augen aber noch nicht "flüssig". Wie hoch genau die Spielgeschwindigkeit ist, ist sicher ein wichtiger Aspekt, doch denke ich an BebenIII, ist mit 60 Frames noch gar nichts anzufangen, hier gehts dann bei 100 erst richtig los, ab 140 war dann kein Unterschied mehr zu merken...

  4. Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten? #3
    Hardware - Junkie
    Threadstarter
    Avatar von Peter

    Standard

    Ja das mit der Optik ist sicher ein schwieriges Thema. Wenn man eine echte Bildfolge von photos zur Grundlage nimmt ist ab 30 wirklich nix zu machen. Zusätzlich gibt es noch den Effekt, dass unser Auge schnellste hell-dunkel Effekte nicht wahrnimmt und deswegen noch mehr Bilder oder Teile eingespart werden können - genauso wie bei den neuen Audio Kompressionsverfahren, da werden leise Tiefe Töne weggefiltert weil man sie direkt nach lauten hohen Tönen gar nicht hören kann.

    2 Punkte sind aber bei solchen Themen immer zu beachten:

    - nicht jeder Mensch nimmt alles gleich wahr (sowohl sehen als auch hören)

    - bei Computerberechneten Grafiken handelt es sich nicht um Bilder (wie im Kino)

    Da gibt es dann andere Effekte die zu brücksichtigen sind. Eine Explosion mit grellen Blitzen und schnellen Farbwechseln täuscht z.B. das Auge auch indem die Rezeptoren überlastet sind. Da kann es vorkommen, daß unser Auge ein ruckeln sieht aufgrund des optischen Effektes und tatsächlich aber die Animation völlig flüssig abläuft.

    Das Kino berücksichtigt den Effekt z.B. denn da reichen 25 FPS aus. Warum? Der Raum um die Leinwand ist dunkel und jeder helle Fleck verursacht im Auge bzw. im Gehirn ein "nachleuchten" deswegen sieht man den Film flüssig.

    Schonmal erlebt, dass jemand an der Kinoseite eine Tür öffnet? Wenn man da hinschaut sieht man im Augenwinkel das geflacker des eigentlichen Kinofilms. Ja richtig - der flackert.

  5. Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten? #4
    Volles Mitglied Standardavatar

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    Schonmal erlebt, dass jemand an der Kinoseite eine Tür öffnet? Wenn man da hinschaut sieht man im Augenwinkel das geflacker des eigentlichen Kinofilms. Ja richtig - der flackert.
    Tja, wo ich im Kino war hat noch niemand die Tür geöffnet. Aber ich hab auch sowas ähnliches beobachtet, bei einer sehr hellen Filmszene, einer Wüstenszene im gleizenden Sonnenlicht, hat der Bildrand für mich geflackert. Das kann aber auch daran liegen, dass evt. die äußeren Lichrezeptoren des Auges empfindlicher sind und schnellere Hell/Dunkel-Wechsel besser feststellen können, macht ja auch für das Fluchttier Mensch Sinn, dadurch können wir schneller auf Änderungen am Rand unseres Blickfeldes reagieren.
    Aber zurück zu den Computeranimationen, ein Kollege von mir hat Damals beobachtet, mir ist es nicht aufgefallen, dass sich die Dinos in Jurassic Park abgehackt bewegt haben. Bei Compuetrspielen scheint es ja auch welche zu geben, die 60 Frames immer noch nicht für flüssig halten. Ich denke, das liegt daran, das die Dinos in Jurassic Park eigentlich aneinander gereihte vom Computerberechnete Einzelbilder sind. Wenn man aber z.B. ein sich bewegendes Tier mit einer Filmkamera aufnimmt, so sieht man Bewegungsunschärfe.
    Die Bewegungsunschärfe macht meiner Meinung nach ein Film erst flüssig anschaubar. Bei Computeranimationen kann man diese Unschärfe vom Rechner berechnen lassen, sehr aufwendig, oder sie vom menschlichen Gehirn berechnen lassen, indem man dem Menschen ein sehr schnelle Reihen veränderbare Bilder vorsetzt.
    An High-End-Karten führt also kein Weg vorbei, entweder wird die Rechenleistung in möglichst viele FPS gesteckt, oder in die Aufwendige Berechnung der Bewegungsunschärfe.

    MFG hajo23

  6. Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten? #5
    Hardware - Junkie
    Threadstarter
    Avatar von Peter

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    Interessanter Punkt. Von Bewegungsunschärfe hab ich noch nichts gehört.

    In Jurrasic Park dachte ich das Ruckeln käme vom schlechten Zusammenspiel der Medien - echter Film gemixt mit Computeranimation.

    Das menschliche Auge sieht am Rand nicht besser. Nur die Farbrezeptoren sind zur Mitte hin häufiger vertreten bis zum "gelben Fleck". Schwarz Weiß Rezeptoren sind gleichmäßig verteilt. Man sieht schon in der Mitte des Bildes "am Besten" und nicht am Rand.

    Wenn 60 FPS ruckeln, dann müßte es nach allem was ich weiß daran liegen, dass zwar in der Sekunde die Anzahl 60 berechnet wird - aber nicht gleichmäßig auf die Sekunde verteilt. Stellt euch vor, es würden 60 Frames in einer 3/4 Sekunde berechnet und nur 1 Frame im Rest. Da würde der Eindruck entstehen daß das Bild kurz "steht" und nicht nur ruckelt.

    Dies wiederum - sollte es stimmen - spricht allerdings wieder dafür möglichst viele Frames pro Sekunde zu berechnen und mögliche "Aussetzer" zu minimieren, oder eben per Programmierung dafür zu sorgen, dass mindestens 1 Bild pro 1/30 Sekunde berechnet wird um den Schnitt und damit ein flüssiges Spiel aufrecht zu erhalten.

    Ob das in Doom III passiert konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

  7. Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten? #6
    Volles Mitglied Standardavatar

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    Ich denke, dass Ruckeln in Computerspielen selbst bei 60 FPS kommt nur bei sehr schnellen Bewegungen vor und springt wegen der fehlenden Bewegungsunschärfe sofort ins Auge.

    Ein sehr gutes Beispiel ist hier das Lichtschwert aus Krieg der Sterne. Wenn man in der Realität ein Lichtschwert vor sich hin und her schwingt, mangels der realen existens eines Lichtschwertes, zumindestens in dieser Galaxis, kam man auch eine Leuchtstoffröhre nehmen, so verschwimmt die Bewegung und man sieht nicht einen Strich der sich hin und her bewegt, sondern eher eine dreieckige Fläche, sofern man die Bewegung schnell genug ausführt.

    Bei einer Computeranimation würde man auf den einzelnen Bildern das Lichtschwert nur als Strich sehen. Sagen wir mal, der Mensch kann ca. 10 Bilder pro sekunde unterscheiden. Dann würde er bei 60 PFS immer über 6 Bilder mitteln. Man legt also mal 6 Bilder eines solchen geschwungenen Lichtschwertes übereinander. Wenn es langsam geschwungen wurde, so überlappen sich auf den 6 Bildern die Abbildungen der Lichtschwerter und es erscheint als Fläche. Wenn es schnell geschwungen wird, so überlappen nicht mehr die Abbildungen der einzelnen Lichtschwerter und man sieht deutlich sechs unterscheidbare Lichtschwerter, da unser Gehirn aber nur eins erwartet, flackert für das Gehirn das Bild, da aufeinmal mehr Lichtschwerter da sind als sein sollten. Erhöht man die Framerate, so mittelt das Gehirn über mehr Bilder und es gibt dann auch zusätzliche Abbildungen von Lichtschwerten zwischen den anderen Abbildungen und es können wieder Abbildungen überlappen, so tritt das Flackern erst bei noch schnelleren Bewegungen auf.

    Aus diesem Effekt erscheinen uns schnelle Bewegungen bei Computeranimationen als geflacker, es sei denn, man würde noch eine Bewegungsunschärfe dazu rechnen. Nach Anti-Alising könnte man mit Motion Blur (so heißt Bewegungsunschärfe im Englischen) ein weiteres Feature in den Grafikkarten einbauen welches eine Qualitative Verbesserungen der Bilder nach sich zieht. Dies könnte dann so ähnlich wie beim Anti-Alising darin bestehen, dass man mehr Bilder berechnet als man braucht und über diese dann mittelt, also von einer höheren zeitlichen Auflösung auf eine niedrigere runtermittelt, so wie man beim Anti-Alising von einer höheren grafischen Auflösung auf eine niedrigere runtermittelt.

    Übringes, bei den Krieg der Sterne Filme hat man die Bewegungsunschärfe bei den nachträglich reingezeichneten Lichtschwertern berücksichtigt, so erscheint auf einem einzelnen Bild das geschwungene Lichtschwert als dreieickige Fläche.

    MFG hajo23

  8. Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten? #7
    Hardware - Junkie
    Threadstarter
    Avatar von Peter

    Standard

    Danke für den Kommentar!

    Motion Blur hatte ich schonmal gehört - nur erklärt hat es noch niemand. :ch

    Wenn wir hier so weitermachen können wir bald in "Sendung mit der Maus" einen Beitrag moderieren. :cu

  9. Kommt jetzt das Aus für schnelle Grafikkarten? #8
    Senior Mitglied Standardavatar

    Standard

    So etwas wie Motion Blur gab es doch schon mal! War eine Entwicklung von 3dfx und sollte in der Vodoo5 zum Einsatz kommen. Was nach der Pleite daraus geworden ist, weiß ich nicht. nVidia hat die Entwicklung wohl eingestellt...


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