Warum LINUX mit KDE so langsam ist

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  1. Warum LINUX mit KDE so langsam ist #1
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    Hallo,

    Ich habe Suse Linux 7.2 am laufen und es ist im Vergleich zu w2k hoelle langsam. Jedenfalls mit KDE. Ich finde es echt zum kotzen, wenn unwissende Leute wie ich zu Linux ueberredet werden und hinter alle Leugnen, dass Linux unter KDE vieeeeel langsamer ist als Windows.
    Es wird frech abgestritten!
    Aber ich habe mich schlau gemacht und mal die Gruende dafuer recherchiert.

    Fazit Linux mit KDE ist PRINZIPBEDINGT langsam:

    Wer erinnert sich noch an NT 3.5x? Das hatte noch eine Windows-
    3.x-artige Oberfläche und war ganz schön langsam (verglichen mit
    Windows 3.x auf derselben Maschine).

    Warum war das so? Antwort: unter Windows 3.x/9x/ME läuft die Gra-
    fikoberfläche im privilegierten Modus der CPU (Ring 0 bei x86,
    wird unter UNIX als Kernel-Mode bezeichnet). Unter NT 3.5x aber
    lief sie im nicht-privilegierten Modus (wird unter UNIX als User-
    Mode bezeichnet). Im Kernel-Mode darf ein Prozeß auf ALLES zugrei-
    fen und kann ALLE CPU-Befehle nutzen (insbesonders um auf Hard-
    ware zuzugreifen), im User-Mode geht das nicht. Wenn also die Gra-
    fikoberfläche im User-Mode läuft, dann muß für JEDEN Zugriff auf
    die Graphikkarte erst in den Kernel-Modus umgeschaltet werden,
    dann erfolgt der Zugriff, dann wird wieder zurückgeschaltet - und
    das kostet einiges an Performance.

    Unter UNIX läuft X-Windows vollständig im User-Modus. Deswegen
    kann ein Absturz der grafischen Oberfläche ein UNIX-System nicht
    zum Stillstand bringen (es sei denn, es triggert einen Fehler im
    Kernel). Es gibt manchmal einen SCHEINBAREN Stillstand dadurch,
    dass X11 die Tastatureingabe blockiert, aber dann kann man sich
    immer noch remote einloggen und X11 killen.

    Mit NT 4.0 wurde dann das gesamte Grafik-Subsystem vom User-Space
    in den Kernel-Space verlegt. Damit läuft die Grafik viel, viel
    schneller. Allerdings: Fehler im Grafik-System können den Rechner
    zum Absturz bringen, und zwar vollständig (BSOD).

    Wir haben hier ein Performance-vs.-Stabilität-Problem. Unter UNIX
    entscheidet man sich immer für Stabilität, unter Windows immer für
    Performance. Deswegen - eine reine Frage der Statistik - ist es
    etwas schwerer ein Windows-System stabil zu bekommen als
    ein UNIX-System (dies beweist die Praxis).

    Hinzu kommt noch etwas: X11 benutzt für alle Informationen TCP/IP
    zur Übertragung - deswegen ist es auch vollständig Remote-fähig.
    Aber damit hat man einen weiteren Flaschenhals. Deswegen KANN ein
    UNIX-System nie so schnell sein wie ein Windows-System (auf glei-
    cher Hardware) sein.


    Noch einen weiteren Grund gibt es: wenn man z. B. im Dateisystem
    browst, dann erkennt Windows an der Dateiendung, welches Icon an-
    gezeigt werden sollte. UNIX aber erkennt Dateitypen NICHT unbe-
    dingt an der Endung, sondern führt eine INHALTLICHE Analyse durch
    (Ausprobieren: eine MP3-Datei namens xyz.doc wird unter KDE als
    MP3 angezeigt, unter Windows als Word-Dokument, aktiviere ich die
    Datei, startet KDE den MP3-Player, unter Windows startet Word und
    ich bekomme eine Fehlermeldung). Die Inhaltsanalyse kostet Zeit,
    weil jede Datei geöffnet werden muß, dann wird der Dateibeginn
    ausgelesen und mit einer Datenbank verglichen (/etc/magic).

    So, ich hoffe, das war ausfuehrlich genug.

    Mir kann jedenfalls keiner mehr erzaehlen, dass Linux unter KDE stabil UND schnell ist.

    Trotzdem lasse ich Linux drauf, nur muss ich mich jetzt nicht mehr ueber die Zaehigkeit wundern.

    Gruss
    Gonzo

  2. Standard

    Hallo ,

    schau Dir mal Diesen Ratgeber. an. Dort wirst du bestimmt fündig.
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  3. Warum LINUX mit KDE so langsam ist #2
    Hardware Freak Avatar von Hannes

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    Das KDE2 etwas Ressourcengierig ist, ist nichts neues. Ich find KDE2 aber wirklich schnell, ich hab auch einen schnellen PC mit ordentlich RAM, da ist das eh kein Thema, egal welches Betriebssystem, egal welcher Windowsmanager. Gnome ist da besser, ich selber merke keinen allzugroßen Unterschied. Wenn man wenig Ressourcen hat, kann man auch Windowsmanager wie Sawfish oder so nehmen. Die Programme mit grafischer Oberfläche laufen ebenso, man muss ja nur die enstprechenden Libs draufhaben.

    Für mich persönlich ist KDE2 echt flott, da kann man echt nicht meckern.

    Wenn NT so schnell sein sollte, warum laufen dann auf den großen High-End Maschinen nur UNIXe??? Warum ist NT so schlecht skalierbar?

    Ich könnte jetzt hier seitenlange Vergleiche machen, aber schau dir mal den Artikel an: http://www.lot-germany.com/magazin/unix-nt.htm (Wird immer wieder aktualisiert). Der Artikel ist echt lesenswert.

  4. Warum LINUX mit KDE so langsam ist #3
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    @gonzo, alle Achtung vor Deinem enormen Linux-Wissen! Habe eine ähnliche Beschreibung auch schon irgendwo mal gelesen....nur nicht so ausführlich :wink:!

    @Hannes: Leider kann ich das mit dem "flotten" noch nicht bestätigen, da ich immer noch auf mein Linux SuSe 7.3 warte! *Ich hoffe aber bald von meinem Händler zu hören!

    CU

    CelronUCC

  5. Warum LINUX mit KDE so langsam ist #4
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    morgen:-)

    hannes, tu tust es schon wieder! sach mal arbeitest du bei suse?
    ich fass es nicht. da beschreibe ich in aller ausfuehrlichkeit, warum KDE systembedingt langsam sein muss und du streitest das schon wieder ab.

    ist dir das nicht peinlich? oder hast du w2k noch nicht erlebt?

    egal.

    jedenfalls bist du mit der aussage "man braucht einen schnellen pc und ordentlich ram" ins fettnaepfchen getreten. ich habe einen athlon 1333C mit 512 mb infineon sdram auf 2-2-2. das sollte wohl reichen.

    es spielt gar keine rolle, wie schnell der pc ist, windows ist auf gleicher hardware immer schneller als ein KDE-Linux.

    die gruende kannst du oben nachlesen.

    und auf high end maschinen laeuft normalerweise keine grafische oberflaeche. das sind reine rechenknechte, da kann linux seine vorteile voll ausspielen. jeder ausfall kostest tausende von marken, die uptime ist enorm wichtig.
    ich rede ja _ausschliesslich_ von privatanwenderen, die meist KDE nutzen.

    so hannes, ich will dir aber nicht den spass an linux nehmen. ist schon ein super system.

    mit dem ganzen geschreibsel moechte ich eigentlich nur, dass langjaehrige windows-user nicht so enttaeuscht sind wie ich, wenn sie das erste mal linux installieren.

    mit ein wenig mehr ehrlichkeit kann man bestimmt linux mehr nutzen als schaden.

    mfg
    Gonzo

    p.s.: danke fuer den link. im prinzip steht dort vieles, wovon ich auch ueberzeugt bin. unix ist stabil, schnell, preiswert und gerade fuer firmen die beste alternative. auf einen server gehoert unix.
    aber fuer KDE-Linux gilt der artikel nicht. da halten die sich mit aussagen zur geschwindigkeit mit KDE auch vornehm zurueck *ggg*

  6. Warum LINUX mit KDE so langsam ist #5
    Hardware Freak Avatar von Hannes

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    neh. ich bin nicht von SuSE gesponnsort oder sonstwas. Ich hatte auch mal ne weile FreeBSD drauf, leider lief da nicht alle Hardware, dann bin ich wieder zurück auf Linux.

    Aber der KDE ist bei mir im Vergleich zu Win 2000 nicht lahm. Vielleicht liegts daran, dass ich KDE selberkompiliert hab und einiges dran rumgemacht habe? Wenn du an meinem Rechner sitzen würdest, dann würdest du mir schon glauben...

    Ich war niemals von Linux wegen sowas enttäuscht. Früher, als noch KDE1 aktuell war, empfand ich das System auch als äußert flink. KDE2 ist das nimmer ganz so, geht aber vollkommen in Ordnung.

    Vielleicht hab ich mich an das System in den letzten Jahren so gewöhnt, dass mir das gar nimmer auffällt *hihi*

  7. Warum LINUX mit KDE so langsam ist #6
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    Heute hätte ich im Gross-Discounter Linux SuSe 7.3 bereits kaufen können. Eigenartiger Weise hat es mein Händler, wo ich es vorbestellt habe, noch nicht! Doch ich bin so fair und warte nun halt noch ein par Tage!!
    Das SuSe 7.3-Paket  kostet bei uns Sfr. 119.-- und ist gegenüber der Version 7.2 nur um Sfr. 9.-- teurer.
    An der Schwere der Verpackung zu urteilen, muss da wohl ein mächtig dickes Handbuch drinne sein??!!

    Auf der Verpackung steht, dass die neue Version noch schneller und flinker von der Hand gehen soll. Will also *hoffen, dass es das auch verspricht was auf der Verpackung drauf steht.

    Trotz aller ausführlichen "Bedenken" von @gonzo, möchte ich denn nun doch wissen, ob Linux SuSe 7.3 mit oder ohne "Selbstkopilierung" besser oder schneller läuft. Wahrscheinlich sollte ich als Linux-Newbie generell noch die Finger davon lassen?? Oder sind es einfache Kniffe, die man da anwenden kann, @Hannes? Sind die von mir an anderer Stelle angegebenen Systemvoraussetzungen für einen flotten Linux-Betrieb in Ordnung?

    Du als langjähriger "alter Hase" wirst ja Linux bereits mit verbundenen Augen bedienen können? :wink:

    CU

    CelronUCC *

  8. Warum LINUX mit KDE so langsam ist #7
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    @CeleronUCC,

    ich denke nicht, dass man durch eine kompilierung mehr geschwindigkeit bekommt.
    die meisten module werden sowiso dynamisch zur laufzeit geladen. das wirst du such feststellen, wenn du mal einen kernel selber kompilieren moechtest. bei der konfiguration musst du dich meist entscheiden, ob du die funktionalitaet fest im kernel haben willst, oder als modul. modul ist hier meist die bessere wahl. der kernel bleibt dann relativ schlank.

    was hannes schreibt ist sicher eher akademischer natur. selbst, wenn man kde selbst kompiliert, bleiben die grundsaetzlichen probleme voll erhalten.
    das TCP/IP prinzip ist immer noch da, ebenso die aufwendige inhaltliche analyse der dateien, wenn man im dateisystem browst.
    wenn ich bei 1280*1024 bildschirmaufloesung etwa 100 datein eim browser sehe, muss linux eben diese 100 dateien oeffnen, den dateibeginn auslesen und mit der datenbank vergleichen, um das richtige icon zuordnen zu koennen.
    da kann man soviel kompilieren, wie man will, es bleibt das selbe.
    obwohl ich 512mb habe, ist die festplatte in den sekunden natuerlich die absolute bremse (maxtor 7200, 40gb, DMA aktiv). hier wuerde nur raid etwas bringen, am besten 4 platten.

    und die zeit, die staroffice braucht bis es fertig gestartet ist, kann hannes auch nicht durch kompilieren verkuerzen. ist echt die hoelle, man glaubt jedesmal, dass man den shortcut nicht richtig angeklickt hat, so lange dauert das.
    kernel kompilieren ist nicht schwer. anleitungen findest du im internet, oder in buechern. ich wuerde sir empfehelen, vorher ein image mit ghost von der partition zu machen. dann bist du in 7 minuten wieder im alten zustand, wenn etwas schief gelaufen ist.

    sag mal bescheid, wie du linux findest und ob ich rumspinne oder ob linux sich wirklich langsamer anfuehlt. mach mal den staroffice-test.

    cu
    gonzo

  9. Warum LINUX mit KDE so langsam ist #8
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    @Gonzo ja, bei der Dateiauflistung dauert das länger, da hast du recht.
    (Woher wusstest du, dass ich 1280 X 1024 Bildauflösung habe )

    Und auch dass Star Office lahm ist, ist mir auch schon aufgefallen. Muss wohl eher an dem Programm liegen, ich kenne kein anderes was sich so langsam anfühlt. Ich habs nichtmal installiert. Stattdessen benutze ich KOffice. Ansonsten ist mir Geschwindigkeitsmäßig nichts negatives aufgefallen.

    Das Kompilieren bringt schon etwas mehr Geschwindigkeit.

    Die meiste Zeit verbring ich unter Linux eh meistens mit programmieren.
     


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