AUFRUF-Absolut Unfassbar

Diskutiere AUFRUF-Absolut Unfassbar im Off - Topic Forum im Bereich Ausserhalb der Computerwelt; Hallo Telefonbesitzer, dies ist weniger ein Aufruf als eher eine gutgemeinte Warnung an alle die ein Telefon besitzen und meien die Welt ist noch in ...



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  1. AUFRUF-Absolut Unfassbar #1
    Senior Mitglied Avatar von larac4

    Standard

    Hallo Telefonbesitzer,

    dies ist weniger ein Aufruf als eher eine gutgemeinte Warnung an alle die ein Telefon besitzen und meien die Welt ist noch in Ordnung!!!!!

    :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab :ab

    ABZOCKE PUR, SEHT SELBST


    Rückruf-Abzocke
    Ankommende Anrufe kosten 0190-Gebühren
    Die Telefongesellschaft Prompt hat einen neuen Weg gefunden, um für Mehrwertdienste abzukassieren: Anrufe beim Telefonkunden erscheinen als 0190-Gespräch auf dessen Telefonrechnung.

    Die Frage der Telefonistin: ‘Wollen Sie die Kosten für den Anruf übernehmen?’ kannten Deutsche bisher nur aus amerikanischen Filmen. Dort ist das so genannte ‘Reverse Charging’ verbreitet, eine praktische Möglichkeit für Telefonate von Münzfernsprechern, wenn der Gesprächspartner gerade kein Kleingeld zur Verfügung hat. In Deutschland gibt es diese Möglichkeit nun auch. Doch der Servicegedanke steht dabei im Hintergrund, in erster Linie geht es den Anbietern offenbar darum, Kasse zu machen.

    Die Telefongesellschaft Prompt hat den Rückruf als neue Einnahmequelle erschlossen. Für einen Anruf beim Kunden kassiert der Anbieter 0190-Gebühren. Der Ablauf ist einfach: Der Kunde ruft eine kostenfreie 0800-Rufnummer an und gibt dort die Nummer des Anschlusses an, auf dem er einen Rückruf wünscht. Anschließend erfolgt ein Anruf von Prompt - zu 0190-Konditionen. Den Posten findet der Angerufene anschließend auf der Telefonrechnung mit dem Stichwort TeleInternet Services.

    Offensichtlich rechnet Prompt bereits damit, dass die Kunden für die Abrechnung kommender Anrufe kein Verständnis aufbringen: Auf der Webseite findet sich eine Information darüber, wie der fragliche Rechnungsposten zu Stande gekommen ist. Nach diesen Angaben kann der Rückruf entweder über den Anruf bei einer kostenfreien Rufnummer oder über das Internet angefordert werden. In beiden Fällen wird die Identität des Anrufers nicht überprüft.

    Eines der ersten entsprechenden Angebote, ‘Recall Direct’ der Firma EST24, ging im Juli in Betrieb. Nach Angaben der Firma handelte es sich nur um einen Testlauf, allerdings tauchten die entsprechenden Posten bereits auf Telefonrechnungen von Kunden auf. Bei EST24 konnte man während des Tests von jedem beliebigen deutschen Anschluss aus anrufen, sogar vom Handy. Der Anrufer erhielt eine Ansage mit dem Hinweis, dass der Rückruf kostenpflichtig sein werde und der Aufforderung, die gewünschte Telefonnummer im Festnetz einzutippen. An dieser Stelle nannte der Anbieter einen Minutenpreis von 1,99 Euro.

    Im Rückruf selbst wurde der Angerufene nur gefragt, ob er das Angebot kenne. Bestätigte er durch Drücken einer Taste, dann erfolgte die Berechnung des Dienstes. Offenbar will EST24 den Dienst in Kürze in Betrieb nehmen. Unter www.est24.de/Express%20Dating.htm findet sich ein entsprechendes Angebot. Offenbar ist die Anforderung per Handy jetzt nicht mehr möglich.

    Der Zweck des Rückrufdienstes ist klar: Die Hemmschwelle für den Anruf soll gesenkt werden, da dieser ja zunächst nichts kostet. Ferner umgeht der Anbieter mit dem Rückruf sämtliche Rufnummernsperren, selbst eine Komplettsperre für abgehende Anrufe. Potenzielle Opfer sind die Eigentümer von Telefonanschlüssen an leicht zugänglichen Orten, beispielsweise in Vereinsheimen. Dort ist es üblich, sämtliche gehenden Verbindungen zu sperren, um teure Telefonate zu verhindern. Es gehört zwar etwas kriminelle Energie dazu, einen kostenpflichtigen Rückruf auf einen fremdem Anschluss anzufordern, aber die wird sich zweifellos finden. Die Zeche zahlt letztlich der Anschlussinhaber.

    Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass dieser Rechnungsposten durch einen Rückruf entstanden ist.

    In Firmen und Behörden ist die Lage noch prekärer. Weder Telefonanlage noch Endgeräte zeichnen üblicherweise kommende Anrufe auf. Das verhindern technische Gegebenheiten und in einigen Fällen auch datenschutzrechtliche Richtlinien. Bislang genügte es, bestimmte Rufnummernblöcke für abgehende Anrufe zu sperren. Nun können aber erhebliche Kosten für kommende Anrufe entstehen, für die es keinerlei Sperrmöglichkeit gibt.

    Für den Verbraucher bietet die Abrechnung per Rückruf keinen Vorteil gegenüber den bisherigen Mehrwertnummern. Nur für Abzocker eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten: Würde ein Anbieter in betrügerischer Absicht Verbindungen zu beliebigen Nummern herstellen und anschließend behaupten, dass eine Anforderung des Rückrufs erfolgt sei, würde er die Angerufenen in erhebliche Schwierigkeiten bringen. Nach den datenschutzrechtlichen Vorschriften dürfen die Daten kostenfreier Anrufe nicht gespeichert werden, da sie nicht für die Abrechnung erforderlich sind. Der Kunde kann also nicht nachweisen, dass er keinen Anruf bestellt hat. Wenn der Anbieter keine Aktion des Angerufenen voraussetzt - beispielsweise durch Drücken einer Taste am Telefon - und dann der Anrufbeantworter ‘drangeht’, können hohe Kosten entstehen, ohne dass das Opfer zunächst eine Möglichkeit hat, sich dagegen zu wehren.

    Aber auch für den Betreiber ist der neue Dienst nicht ganz problemlos: Der Call-by-Call-Anbieter Prompt kann nur bei Telekom-Anschlüssen eine Rechnung stellen. Telefongesellschaften wie Arcor oder M’’net haben keine Inkasso-Vereinbarung mit Prompt. Es dürfte schwierig bis unmöglich werden, die entsprechenden Forderungen bei anderen Netzbetreibern geltend zu machen. Die Telefonnummern der Kunden geben keinen Aufschluss darüber, bei welcher Telefongesellschaft sie geschaltet sind, denn der An-schlussinhaber kann seine Nummer zu anderen Telefongesellschaften mitnehmen. Nach Auskunft der Prompt-Mutter Extracom ist aber ein Rückruf zu Telefonzellen technisch ausge-schlossen.

    Die Probleme mit dem Rückruf sieht man bei Extracom gelassen. Man stelle lediglich die Technik zur Verfügung und sei für Inhalte und Abwicklung nicht verantwortlich. Nach Auskunft von Extracom sollen auch Sperren vorgesehen sein, die verhindern, dass bestimmte, zuvor festgelegte Rechnungsbeträge für einen Telefonanschluss überschritten werden. Eine Sperre für bestimmte Rufnummern auf Wunsch des Kunden ist offensichtlich nicht vorgesehen. Diese könnte nur Prompt installieren, für die Telekom handelt es sich bei dem 0190-Rückruf um einen ganz normalen kommenden Anruf.

    Bei den Verbraucherzentralen ist man bereits sensibilisiert, doch Beschwerden sind dort noch nicht angekommen; vermutlich, weil der Dienst einfach noch zu neu ist. Eine rechtliche Handhabe gegen solche Dienste gibt es derzeit nicht, so die erste Bewertung. Wer an seinem Anschluss teure Anrufe entgegen nimmt, könnte von einem Gericht durchaus zur Zahlung verurteilt werden, analog zur Entwicklung im 0190-Sektor.

    Auch die Freiwillige Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste (FST) ist auf die Praktiken aufmerksam geworden. Dort liegt bereits die erste Beschwerde über einen Rückrufdienst vor. ‘In unserem Verhaltenskodex sind Regelungen zu Rückrufdiensten noch nicht enthalten. Das wird Thema auf unserer nächsten Vorstandssitzung sein’, so der Vorsitzende der FST, Hans-Joachim Kruse. Prompt und Extracom sind allerdings nicht Mitglieder der FST und somit nicht verpflichtet, dem FST-Kodex Folge zu leisten. Die FST will für ihren Kodex die kartellrechtliche Anerkennung erreichen. Das würde es Gerichten erleichtern, die Vorschriften der Selbstkontrolle als für die Branche verbindlich zu bewerten. Gesetzeskraft hätten sie aber auch mit der kartellrechtlichen Anerkennung nicht.

    Bei der Regulierungsbehörde prüft man den Fall in rechtlicher Hinsicht - bislang noch ohne Ergebnis. Der Gesetzgeber hat wohl nicht mit dem Erfindungsreichtum der Mehrwertbranche gerechnet, die Telekommunikations-Kundenschutzverordnung (TKV) gibt für einen solchen Fall keine Regeln vor. Es ist ganz offensichtlich: Die kürzlich erst novellierte Telekommunikations-Kundenschutzverordnung (TKV) bedarf dringend einer weiteren Überarbeitung, um das Versprechen, dass sie den Kunden schützt, einzulösen.

    Um die jüngsten Auswüchse der Branche zu verhindern, müsste man zwei zusätzliche Punkte aufnehmen:

    Mehrwertdienste (Dienste mit Auszahlung an den Anbieter) dürfen nur mit den dafür vorgesehenen Vorwahlen betrieben werden;
    das Erbringen eines Mehrwertdienstes per Weitervermittlung (beispielsweise von einem Auskunftsdienst) oder per Rückruf ist unzulässig.
    Dann hätte die Regulierungsbehörde ein Werkzeug an der Hand, mit dem der Wildwuchs in der Branche beschnitten werden könnte und der Kunde könnte seinen Anschluss für Mehrwertdienste zuverlässig sperren lassen. Momentan ist man vor 0190-Abzockern nur dann wirklich sicher, wenn man ganz auf einen Telefonanschluss verzichtet. (uma)

    Nachzulesen bei: heise
    ndr2

  2. Standard

    Hallo larac4,

    schau Dir mal Diesen Ratgeber. an. Dort wirst du bestimmt fündig.
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  3. AUFRUF-Absolut Unfassbar #2
    TecCentral - Ehrenmitglied Avatar von Roland von Gilead

    Standard

    jaja ich sags ja Telefone...tz dieser Neumodische Kram...da will ich eh nix mit zu tun haben :2

  4. AUFRUF-Absolut Unfassbar #3
    Senior Mitglied
    Threadstarter
    Avatar von larac4

    Standard

    @ AMD4ever

    na ja so lustig find ich das eigentlich nich!!!
    Als ich das laß war ich ganz schön gefrustet. Erst vor kurzem ist das neue Telekomunikationsgesetz verabschiedet worden und nun das!
    Ich will keine Panik machen, aber nach dem Artikel -PANIK!!
    Es kann jeden treffen.
    Stell Dir mal vor, es ruft Dich einer an der sich als Polizei ausgibt, dem kannst Du doch nicht einfach Auflegen!!!
    Ich bin nicht in das Telefonbuch eingetragen und auch nicht bei der Vermittlung, aber mir ist nicht wohl dabei.
    Bei einer dubiosen E-Mail kannste die einfach löschen. Bei einem Anruf wirds schwierig nach "Gut und Böse" zu unterscheiden.
    Wußtest Du das es 0190er Nummern gibt die kosten bei
    Verbindungsaufbau glatte 500 €!!! :5
    Wohlgemerkt auch wenn die Verbindung nur wenige Sek. zustande Kommt.
    Ob das bei diesem Service auch geht weiß ich nicht.
    Ist aber schon erschreckend.

    Anngstvoll und Verschreckt
    Larac :al

  5. AUFRUF-Absolut Unfassbar #4
    TecCentral - Ehrenmitglied Avatar von Roland von Gilead

    Standard

    NA wenn du das neue Gesetz ja kennst, brauchste ja keine Panik zu haben :bj

    Denn das brauch ja kein Mensch zu bezahlen :2

    Ich fänd so eine Rechnung höchstens amüsant

  6. AUFRUF-Absolut Unfassbar #5
    Computer Doktor Standardavatar

    Standard

    Neeeeeee... aber was solls, ich nehme nur Anrufe entgegen, von denen die Rufnummer angezeigt wird :ad

    Der HAMMER ist´s aber schon... *kopfkratz*

  7. AUFRUF-Absolut Unfassbar #6
    Volles Mitglied Avatar von THEclubby

    Standard

    Also in der Theorie kann auch dieses Call-Back-Verfahren mit 0190-0 abgerechnet werden [0190-0 = frei Tarifierbar, d.h. der Anbieter kann (fast) verlangen was er möchte]

    Ist schon ziemlich Krass das Thema, aber ehrlich gesagt war diese Situation zu erwarten. Call-Back gibt es ja schon länger in Deutschland - Allerdings mit kostenlosen 0800-Nummern!

    Ich bin mal gespannt was noch alles auf uns zu kommt! :8

  8. AUFRUF-Absolut Unfassbar #7
    Senior Mitglied
    Threadstarter
    Avatar von larac4

    Standard

    @AMD4ever

    Irrtum deinerseits!!
    Du würdest die Rechnung von vielleicht mehreren Hunderten oder Tausenden € gar nicht amüsant finden.
    Die Beweislast liegt nämlich bei Dir und Du hast keine Beweise das Du den Auftrag nicht gegeben hast.
    Es gibt dann keine Aufzeichnungen in der Telefonrechnung mit denen Du was Beweisen könntest.
    Du wirst zahlen müssen, so war bisher immer die Rechtsprechung bei
    den ersten 0190ern-Prozessen.
    Das neue Telekomunikationsgesetz ist vorher rausgekommen und deckt diesen Fall nicht ab.
    Das wurde von den entsprechenden Dienstanbietern gefickt Eingeschädelt.
    Entweder bist Du sehr reich rufst eh´ständig 0190er Nummern an oder Du hast kein eigenes Festnetztelefon. :2 :2

    @sonic

    Das hab ich noch nie gehört das einer nur telefonate animmt wo er die Rufnummer angezeigt bekommt. Das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen,das ist total praxisfremd (bisher jedenfalls).
    Dann müssten alle Deine Freunde, Verwandten, Arbeitskollegen, Menschen mit denen Du geschäftlich zu tun hast(Versicherungen,Anwalt,...),.....
    ISDN besitzen. Das ist wohl eher unwahrscheinlich.
    Und Du kannst ja nicht sagen ob Dich Deine Freundin oder Eltern von der Telefonzelle anrufen da der Akku mal wieder leer ist und sie dringend Deine Hilfe benötigen!!

    Es wird so sein, das wenn dieser Rückrufservice zum Betrug führt(und das tut er bestimmt), dann wird uns das alle betreffen und zwar dort wo es uns am meisten weh tut-am Geldbeutel.

    Mfg Larac

  9. AUFRUF-Absolut Unfassbar #8
    Senior Mitglied
    Threadstarter
    Avatar von larac4

    Standard

    Ach ja,

    :aa

    ein Schmankerl hab´ich noch:

    0180-Nummer mit 0190-Abrechnung

    Nach dem bezahlten Rückruf hat die Mehrwertdienste-Branche eine weitere Barriere zum Schutz des Kunden abgeräumt: 01803-Rufnummern kosteten bislang 9, 01805-Rufnummern 12 Cent pro Minute. An diese freiwillige Absprache hielten sich alle Telefongesellschaften. Nun aber schert der erste Anbieter aus: Der Freemail-Anbieter GMX verlangt für einen Anruf bei einer seiner 01803-Servicenummern für den Support 9 Cent pro Minute -- und dazu noch 4,60 Euro pro Einwahl. Das Unternehmen weist in E-Mails auf die hohen Kosten deutlich hin, wenn aber beispielsweise ein Hotline-Mitarbeiter diese Nummer telefonisch bekannt gibt, sind Missverständnisse möglich.

    Welche Telefongesellschaft hinter dem Angebot steckt, lässt sich nicht ohne weiteres herausfinden. Zwar gibt es auf der Internet-Seite der Regulierungsbehörde (RegTP) Informationen über die Betreiber von 0190-Rufnummern, wer aber den Betreiber einer 0180-Rufnummer herausfinden will, muss eine Einzelanfrage stellen und sein berechtigtes Interesse an der Auskunft nachweisen.

    Rudolf Boll, Sprecher der RegTP, sieht für die Behörde keine Möglichkeit einzuschreiten: "Die Festschreibung der Tarife für 0180-Nummern ist schon lange ausgelaufen. Es gibt aber für die Preisgestaltung eine Empfehlung der Regulierungsbehörde." An die kann man sich halten -- oder eben nicht. Eine Vorschrift zur Regulierung der Mehrwertdienste hat der Gesetzgeber nicht erlassen. Und so steht einer Eroberung des 0180-Rufnummernblocks durch Stöhndienste oder Dialer-Programme nichts im Wege.

    Gegen unerwartet hohe Rechnungen kann man sich nur schützen, indem man neben den 0190-Rufnummern alle frei tarifierbaren Rufnummernblöcke für den jeweiligen Anschluss sperrt, vor allem die Blöcke 0180, 0191, 0192, 0193, 012, 013 und 118. (uma/c't)

    Na, wer´s noch immer lustig findet!! :bj :bj :bj

    Quelle:

    heise.de


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