Wo habt Ihr gedient?

Diskutiere Wo habt Ihr gedient? im Off - Topic Forum im Bereich Ausserhalb der Computerwelt; @ Lutz "Leider ein irrtum von dir da die möglichkeit die du angesprochen hast sicherlich in der BRD gültigkeit hatte. aber in der ehem. DDR ...



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  1. Wo habt Ihr gedient? #57
    Volles Mitglied Standardavatar

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    @ Lutz

    "Leider ein irrtum von dir da die möglichkeit die du angesprochen hast sicherlich in der BRD gültigkeit hatte.
    aber in der ehem. DDR war verweigern gleichbedeutend mit gesellschaftlichem selbstmord"

    Wenn du meinen Post durchgelesen hast dann müßtest du doch auch gelesen das ich meine Antwort auf die BRD bezogen habe! Also von DDR hab ich nix gesagt.

    "zweite möglichkeit war das verweigern des dienstes an der waffe aus glaubensgründen..... für mich unmöglich da nicht zu beweisen.
    dieser beweis mußte auch angetreten werden !!""

    beziehst du das jetzt auf die BRD oder DDR? In der BRD war das möglich. Definitiv!

  2. Standard

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  3. Wo habt Ihr gedient? #58
    Senior Mitglied Avatar von larac4

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    @00acid

    Sorry ihr könnt mich jetzt schlagen aber ich vergleiche die BW in den meisten fällen mit einer art Gehirnwäsche und ich muß mich doch wohl keiner unterziehen um zu sagen das daß schlecht ist (was dann auch nicht mehr funktionieren würde)
    Das mit der Gehirnwäsche möcht ich jetzt aber überhört haben. Da machst Du´s dir jetzt zu einfach.
    Mit dieser Argumentation kannst Du natürlich für Dich persönlich immer als Sieger aus so einer Disskusion entschwinden. Doch das grenzt wohl sehr stark an selbstbetrug.
    Nein in der BW wird ein Rekrut nicht erst gebrochen um als Soldat wieder aufgebaut zu werden.
    Da hast Du wohl zu viele "Full Metal Jacket"-Filme gesehen. In der Amerikanischen Armee wird das so gemacht, aber optimal ist das wohl eher nicht. Natürlich gibt es in der BW genügend Vorgesetzte die ihre Sache auch nicht richtig machen, aber dieser Zustand bessert sich von Jahr zu Jahr.

    In der Bw gibt es auch eine Auftragstaktik und keine Befehlstaktik. Das ist ein entscheidender unterschied zu allen Armeen der Welt.
    Der Soldat hat in sehr vielen dienstlichen Angelegenheiten ein Mitbestimmungsrecht. Es gibt entsprechende Gesetze zum Schutz des Soldaten, einen Wehrbeauftragten (unabhängiger Zivilist), einen jährlichen Wehrbericht (zählt alle vergehen von Vorgesetzten schonungslos auf und liegt frei zugänglich aus) und vieles mehr.
    Du weißt sehr wenig über die BW und ihr inneres Gefüge wie Deine doch sehr deutlich polemische angehauchten Aussagen es Beweisen.

    Ich bin seit 10 Jahren Soldat, mag sein das Du mir vorwerfen kannst das ich ein Mörder bin, das ich einer Gehirnwäsche unterzogen wurde oder sonst etwas.
    Aber Du solltes dich vielleicht erst einmal schlau machen bevor Du versuchst andere mit Deinen leichtfertigen Aussagen zu verletzen.

    MFG Larac

  4. Wo habt Ihr gedient? #59
    TecCentral - Ehrenmitglied Avatar von Roland von Gilead

    Standard

    Königsborn

  5. Wo habt Ihr gedient? #60
    Senior Mitglied Standardavatar

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    Hi

    @Larac
    Bitte lies dir diesen Text durch und sag mir wo er nicht der Wahrheit entspricht.




    Die ersten Tage

    Es war natürlich ein komisches Gefühl, als ich nach stundenlanger Zug- und Busfahrt in der Luftwaffenausbildungskaserne
    in Roth bei Nürnberg ankam. Es ist die Regel, daß jeder Wehrpflichtige erst einmal so weit wie möglich von zu Hause weg
    kommt, das erleichtert die Erziehung zum Soldaten. Den Grundwehrdienst als Soldat sah ich zu diesem Zeitpunkt immer noch
    als das kleinere Übel an, denn die Zeitersparnis des kürzeren Wehrdienstes war und ist nicht nur für mich ein verlockendes
    Argument. Die ohnehin geringe Neugier, etwas Neues zu erleben, endlich ein "Mann" zu werden und einen sinnvollen Beitrag für
    die Gesellschaft zu leisten, wie es von den Erwachsenen gerne suggeriert wurde, legte sich jedoch beim Betreten der Kaserne.
    Bei der Wache am Kaserneneingang wurden Personalausweis und Einberufungsunterlagen überprüft. Ein knapper Satz, "Geradeaus,
    zweite Straße rechts, ab in die Turnhalle", wies mir die Richtung. In der Turnhalle empfingen ich und eine ganze Menge
    anderer "Frischlinge" die zweite Lektion des Soldatenlebens. Müde und hungrig von der langen Fahrt mußten wir uns in einer
    Reihe aufstellen und ... warten.


    Nach einer knappen Stunde kam der, auf den gewartet wurde, ein "Vorgesetzter". Der Herr bezeichnete sich selbst als "Spieß"
    und "Mutter der Kompanie", wir könnten uns mit all unseren Problemen an ihn wenden, und welch wunderbar schnelle Entwicklung,
    er bezeichnete uns mit schnarrender, lauter und fester Stimme als "Männer". Ein dringliches Problem wurde von einigen zukünftigen Kameraden auch sogleich angesprochen, sie hatten Hunger und fragten zurückhaltend zivil, ob es denn nicht bald etwas zu essen gäbe.Die Antwort war kurz, prägnant und militärisch: "Essen gibt es, wenn ich es befehle." Die erste Woche verbrachten wir mit Wecken um 5 Uhr,Bürokratie, Einkleidung (Uniform und Materialempfang), Zuteilung der Schlafplätze, ärztlicher Einstellungsuntersuchung, Impfungen, Müdigkeit,Hunger und kleinen "Anschissen" wegen Fehlverhaltens. Als "Frischling" macht mann so ziemlich alles falsch, denn Soldat sein will gelernt sein.


    Grundausbildung


    In der Grundausbildung erlernt der Rekrut alles, was er als Soldat können muß. Denken gehört nicht dazu, aber Funktionieren. Das Prinzip von Befehl und Gehorsam beschreibt dies ziemlich treffend. Ein Vorgesetzter gibt einen Befehl, und der Rekrut hat ihn auszuführen. Vorgesetzte sind alle, die bereits länger Soldat sind und dieses Prinzip verinnerlicht haben. Dann lernt mann wie ein Soldat zu gehen -Marschieren im Gleichschritt-, zu stehen -Strammstehen-, zu grüßen und zu sprechen. "Gruß, Meldung, Gruß erspart Ärger und Verdruß". Danach lernt mann endlich, wie alle Kleidungsstücke richtig auf DIN A4 gefaltet werden und im Spind zu liegen haben. Mann lernt "Betten bauen", das bedeutet: wie ein bezogenes Bett mit Bettzeug geometrisch in Form zu bringen ist, und putzen "bis zum Abwinken". Mann lernt schlafen zu jeder Zeit und in jeder Position, denn nicht immer ist das Bett dort, wo der Soldat ist. Immer wenn der Frischling was nicht kapiert oder falsch gemacht hat, gibt 's den "Anschiß". Macht mann alles richtig, gibt es auch mal ein Lob. Die ganze Geschichte dient der Umerziehung vom Zivilisten zum Soldaten durch learning by doing, Zuckerbrot und Peitsche. Neben der Erfahrung mit der "Gruppendynamik" zählt die Waffenausbildung wohl zu den einschneidendsten Erlebnissen, die ich durch den Dienst am Vaterland erleben durfte.


    Die "Gruppendynamik" ist eines der stärksten Mittel, das bei der Erziehung zum Soldaten eingesetzt wird. Ein Anschiß ist nichts im Vergleich dazu. Sie wird immer dort eingesetzt, wo ein Rekrut Schwäche oder Renitenz zeigt. Funktioniert ein Rekrut nicht und helfen auch keine Anschisse, wird die Gruppe bestraft. Der Gruppe wird deutlich gemacht, daß sie anstelle des nicht funktionierenden Rekruten bestraft wird. Spätestens jetzt erfährt der Rekrut, was "Kameradschaft" wirklich bedeutet: Der Zorn der gesamten Gruppe entlädt sich an dem zum Außenseiter gestempelten "Weichling" oder "Defätisten". Nicht wenige frei und demokratisch denkende Menschen wurden so gefügige Soldaten. Der Wille zur Selbständigkeit wird gebrochen, indem mann den Gruppenzwang ausnutzt. Und irgendwann lernt mann schießen

    Die Ausbildung an der Waffe erfolgt in der Armee mit großer Genauigkeit, Anschisse sind vorprogrammiert. Mann lernt theoretisch "Funktion" und "Wirkung" des "Geräts", Zerlegen und Zusammenbauen mit geschlossenen Augen. Zur praktischen Übung geht es dann auf den "Schießstand" und mann schießt zum ersten Mal auf "Pappkameraden". Ein merkwürdiges Gefühl stellt sich bei den meisten ein, wird aber durch markige Sprüche und dumme Witze der Vorgesetzten unterdrückt.

    Im Wald und auf der Wiese folgt dann die "Kampfausbildung": Einreiben mit Ruß zur "Tarnung", Bewegen im Gelände in "Gangart 1", auf dem Boden robben, am besten fünf Zentimeter unter der Grasnarbe, und "Selbst- und Kameradenhilfe" - Erstversorgung von Brand- und Schußwunden. Hat ein Mann all diese Bewährungen nach sechs bis acht Wochen bestanden, darf er im Kreise der Kameraden und Angehörigen sein "Feierliches Gelöbnis" ablegen. Mann gelobt, "der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Ein Wehrpflichtiger wird zu diesem Gelöbnis nicht gezwungen, wenn er es aber verweigert, wird er nicht mehr befördert, und eine Beförderung bedeutet Gehaltserhöhung von ursprünglich 13,50 DM pro Tag auf 15,-DM. Wen das nicht für das Gelöbnis motiviert, der kennt zumindest die Gruppendynamik seiner Kameraden.




    mfg acid

  6. Wo habt Ihr gedient? #61
    Foren-Guru Standardavatar

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    @00acid

    wäre nett wenn du deine quellen angibst ;-)

  7. Wo habt Ihr gedient? #62
    Senior Mitglied Avatar von larac4

    Standard

    lol!!!

    Eigentlich ist die Grundausbildung in groben Zügen recht treffend wiedergegeben.
    Ein Rekrut fühlt ungefähr so und es gibt auch noch solche Vorgesetzten.
    Aber die wohldosierten Pazifistischen Einwürfe sind ganz schön grob geschnitzt.

    Müde und hungrig von der langen Fahrt mußten wir uns in einer
    Reihe aufstellen und ... warten.
    In der BW gibt es geregelte Essenszeiten. Es sind in so einer Kaserne nun mal mind. 500 Leute. Selbst ein Betrieb hat feste Essenszeiten.
    Na ja und auf der langen Zugfahrt war wohl auch keine Zeit.

    Die "Gruppendynamik" ist eines der stärksten Mittel, das bei der Erziehung zum Soldaten eingesetzt wird. Ein Anschiß ist nichts im Vergleich dazu. Sie wird immer dort eingesetzt, wo ein Rekrut Schwäche oder Renitenz zeigt. Funktioniert ein Rekrut nicht und helfen auch keine Anschisse, wird die Gruppe bestraft. Der Gruppe wird deutlich gemacht, daß sie anstelle des nicht funktionierenden Rekruten bestraft wird. Spätestens jetzt erfährt der Rekrut, was "Kameradschaft" wirklich bedeutet: Der Zorn der gesamten Gruppe entlädt sich an dem zum Außenseiter gestempelten "Weichling" oder "Defätisten". Nicht wenige frei und demokratisch denkende Menschen wurden so gefügige Soldaten. Der Wille zur Selbständigkeit wird gebrochen, indem mann den Gruppenzwang ausnutzt. Und irgendwann lernt mann schießen
    Das mit der Gruppendynamik ist schon richtig, diese möglichkeit hab ich als Ausbilder und Vorgesetzter wann immer möglich eingesetzt und setz diese Ausbildungsmethode auch jetzt noch ein.
    Aber anders als Du dir das vorstellen kannst. Das was Du hier beschreibst nennt man Kollektivstrafe. Diese ist in der BW verboten.
    Nicht "Weichling" eine Gruppe kann immer nur geschlossen das Ziel erreichen und ist nur so stark wie der schwächste. Deswegen gibt der schwächste den Ton an!!!


    "......wo ein Rekrut Schwäche oder Renitenz zeigt..........."
    "......Nicht wenige frei und demokratisch denkende Menschen wurden so gefügige Soldaten........"

    Diese zwei Satzauszüge sind zwar aus dem Zusammenhang gerissen, wenn man aber oben schaut und sie zusammenhängend ließt vergleichst Du "Renitenz" mit "frei und Demokratisch denkenden Menschen".

    Also ich glaub da frag nicht nur ich mich was das miteinander zu tun hat.

    Und na ja, der umgang mit der Waffe gehört nun mal mit zum Soldatenberuf.
    Die Ausbildung der Bundeswehr und anderer Armeen ( technik der Ausbildung)
    kommt nicht von ungefähr. Da haben sich nicht zwei besoffene Generäle hingesetzt und sich gefragt wie sie den Rekruten Ärgern können, sondern diese Ausbildung kommt von 2000 Jahren Kriegserfahrung der Menscheit,LEIDER!!

  8. Wo habt Ihr gedient? #63
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    Hi

    Bei den aus den zusammenhang gerissen Sätzen muß ich dir zustimmen.
    Ich habe sie aber im Text belassen weil ich nicht Kastrieren wollte.

    Die sache mit dem Essen bezieht sich nur auf den ersten Tag.

    Diese Kollektivstrafe wurde mir aber bis jetzt von jedem bestätigt der in der BW wahr.

    @ella

    Sorry aber das weiß ich nicht mehr ich habe unter google gesucht und habe mir diesen Text Kopiert.


    mfg acid

  9. Wo habt Ihr gedient? #64
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    Zitat Zitat von Willow Beitrag anzeigen
    Vielleicht in der Hoffnung alte Kameraden zu finden, starte ich mal den Aufruf!

    Ich war von 1993-1994 bei 4./JgBtl.511 in Flensburg/Weiche.
    Danach von 1994-1997 bei 4./JgBtl.581 in Berlin (späteres JgBtl.1)

    Nun bin ich mal gespannt......
    Hallo Kammerad ich war auch 1993- bis fast 94 in Flensburg/Weiche
    Danach bis 1997 bei 4Jgbtl 581 in Berlin ich bin der HG Michler und du?


Wo habt Ihr gedient?

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